Eigentlich sollten Kinder und ihre Eltern an diesem Wintertag eine fröhliche Zeit in der Westernstadt «Pullman City» verbringen. Doch am Morgen brennen plötzlich etliche Gebäude in dem Freizeitpark.
Meterhohes Feuer am morgendlichen Himmel, der Rauch ist weithin sichtbar: In der Attraktion Westernstadt «Pullman City» in Eging am See in Bayern sind mehrere Gebäude in Flammen aufgegangen. Zwei Menschen wurden nach bisherigen Polizeierkenntnissen leicht verletzt.
Gut 200, darunter etwa 180 Übernachtungsgäste, hätten sich in Sicherheit bringen können. Nach ersten Schätzungen entstand ein Millionenschaden. Die Brandursache ist noch unklar, die Kriminalpolizei Passau ermittelt.
«Gegen 6.00 Uhr morgens ist das Feuer von Mitarbeitern festgestellt worden», sagte eine Polizeisprecherin. «Sie haben versucht, das mit einem Feuerlöscher zu löschen. Das hat aber nicht funktioniert.» Daraufhin seien die Übernachtungsgäste in Sicherheit gebracht worden.
Teils steht nur noch das Gerippe der Häuser
Stundenlang kämpften Feuerwehrkräfte gegen die Flammen in der sogenannten Main Street, in der mehrere Gebäude in Holzbauweise wie ein Steakhouse, ein Saloon und die Music Hall stehen. Bei Tageslicht standen teils nur noch Gerippe der Häuser, aus den Trümmern quoll dichter Rauch.
«Ich könnte jetzt mal eine Stunde weinen, komplett. Aber das hilft nicht. Wir müssen jetzt nach vorne schauen, sagte der Geschäftsführer des Freizeitparks, Claus Six, der Deutschen Presse-Agentur. «Es sieht aus, als hätte eine Bombe eingeschlagen.» Die Mitarbeiter, die den Brand bemerkt hatten, hätten geistesgegenwärtig reagiert und die Gäste in Sicherheit gebracht.
Six glaubt, dass der Park mindestens bis März geschlossen bleiben muss. Es solle möglichst viel wieder aufgebaut werden. «Wir fangen morgen mit den Planungen an.» Vom Park selbst sei nur ein kleiner Teil betroffen, dieser sei allerdings wegen der gastronomischen Versorgung der Gäste wichtig.
Feuerwehrleute löschen die in Brand geratenen Gebäude