Waldbrand im Hohen Venn tobt weiter - Brandgeruch bis Köln
Autor: dpa
, Dienstag, 18. August 2026
Der Kampf gegen das verheerende Feuer im belgischen Hohen Venn geht Tag und Nacht weiter. Der Brandgeruch zieht inzwischen sogar über 100 Kilometer weit bis Köln, Wuppertal und ins Ruhrgebiet.
Hunderte Einsatzkräfte haben ein Übergreifen der Flammen im belgischen Naturschutzgebiet Hohes Venn auf die deutsche Seite auch am Tag vier des verheerenden Brandes verhindern können. Die Feuerwehr in der Grenzstadt Monschau in der Eifel berichtete, der befürchtete starke Wind sei ausgeblieben. «Der Wind hat etwas aufgefrischt, aber der macht uns nicht so zu schaffen», schilderte Sprecher Tobias Schell der Deutschen Presse-Agentur.
Rauchbelastung schon über 100 Kilometer weit bis Köln
Zum zunehmenden Problem werde dagegen der belastende Brandrauch für die Einsatzkräfte, sagte Schell. Der Brandgeruch zog auch weit über das deutsch-belgische Grenzgebiet und Monschau hinweg. Noch in mehr als 100 Kilometer Entfernung sorgte der unangenehme Geruch in Teilen von Nordrhein-Westfalen für Warnungen und besorgte Bürgeranfragen.
Betroffen waren etwa Köln, Wuppertal, das Oberbergische oder auch ein Teil des Ruhrgebiets - damit war der Rauch für Millionen Menschen zu riechen.
Die Kölner Feuerwehr rief eine «großräumige Geruchslage» im Gebiet der Millionenstadt aus. Es drohe aber keine Gefahr, hieß es. Zuvor hatten sich besorgte Bewohner wegen der Geruchsbelästigung gemeldet. Aus Düsseldorf kamen vereinzelte Berichte über unangenehmen Brandgeruch.
In Wuppertal warnte die Feuerwehr: «Zurzeit ist der Brandgeruch im ganzen Stadtgebiet wahrzunehmen. Eine gesundheitliche Gefährdung kann nicht ausgeschlossen werden.» Der Oberbergische Kreis gab ebenfalls eine Warnmeldung heraus. Der Brandgeruch fiel auch in Witten im Ruhrgebiet auf, der Ennepe-Ruhr-Kreis riet, Fenster und Türen geschlossen zu halten.
«Der Boden ist eigentlich eine Glutfläche»
In Monschau sowie den Gemeinden Simmerath und Roetgen wurden Bürgerinnen und Bürger aufgerufen, in geschlossenen Räumen zu bleiben. Angesichts der dynamischen Lage werde die Situation rund um die Kitas fortlaufend beobachtet. Die meisten im betroffenen Gebiet seien derzeit noch in den Sommerferien.