«One Battle After Another» räumt bei Golden Globes ab
Autor: Barbara Munker, dpa
, Montag, 12. Januar 2026
Der bissige Politthriller «One Battle After Another» ist der große Gewinner bei den Golden Globes. Hollywood-Megastar Timothée Chalamet freut sich nach vielen Nominierungen über seinen ersten Preis.
«One Battle After Another» ist der große Gewinner der Golden Globes. Der schräge, schwarzhumorige Politthriller von Regisseur Paul Thomas Anderson räumte bei der Verleihung in der Nacht zu Montag vier Trophäen ab.
Der fast dreistündige Film holte den Top-Globe als beste Komödie, für Regie, für das beste Drehbuch und für Nebendarstellerin Teyana Taylor. Mit neun Nominierungen war «One Battle After Another» als Favorit ins Rennen gezogen. Hauptdarsteller Leonardo DiCaprio gewann aber nicht.
Erster Globe für Timothée Chalamet
Über seine erste Globe-Trophäe freute sich hingegen Timothée Chalamet (30). Er erhielt den Preis in der Sparte bester Hauptdarsteller in einer Komödie/Musical für seine Rolle als ambitionierter Tischtennisspieler in der Tragikomödie «Marty Supreme». Auf der Bühne zeigte sich der Schauspieler sichtlich dankbar dafür, mit seiner fünften Globe-Nominierung auch endlich eine Trophäe zu gewinnen.
In der Drama-Sparte setzte sich «Hamnet» von Regisseurin Chloé Zhao als bestes Filmdrama unter anderem gegen «Frankenstein», «Ein einfacher Unfall» und «Sentimental Value» durch. Die irische Schauspielerin Jessie Buckley, die in «Hamnet» die Frau von William Shakespeare spielt, die gemeinsam den Tod ihres Sohnes Hamnet verarbeiten müssen, gewann mit ihrer bewegenden Darstellung ihren ersten Golden Globe.
Wenige klar politische Statements
Globe-Moderatorin Nikki Glaser eröffnete die 83. Trophäenshow mit der sarkastischen Bemerkung, die Gala sei «die wichtigste Sache, die gerade in der Welt passiert» - und sie holte auch noch mit Blick auf geschwärzte Seiten in den Ermittlungsakten zum Fall des verstorbenen Sexualstraftäters Jeffrey Epstein gegen die Trump-Regierung aus: «Und der Golden Globe für den besten Schnitt geht an das Justizministerium», spottete Glaser.
Kaum jemand nutze die Bühne ansonsten für politische Reden und scharfen Protest. Einige Preisträger mahnten in ihren Dankesreden an, Gutes zu tun und seinen Überzeugungen zu folgen, aber schärfere Statements wurden bei der über dreistündigen Show nicht laut. Einige Stars, darunter Mark Ruffalo und Jean Smart, trugen Anstecker mit der Aufschrift «Ice Out» oder «Be Good», als Protest gegen das Vorgehen der Einwanderungsbehörde ICE - ein Beamter hatte die US-Amerikanerin Renee Nicole Good bei einem Einsatz im US-Bundesstaat Minnesota erschossen.
«One Battle After Another» als politischer Kommentar
Doch der Hauptgewinner des Abends spricht mit politischer Brisanz für sich. Mit einem Star-Aufgebot rund um Leonardo DiCaprio, Sean Penn und Teyana Taylor erzählt Anderson die Geschichte militanter linker Aktivisten, angeführt vor allem von selbstbewussten schwarzen Frauen.