Kosten, Kritik, Hoffnung – Was Münchens Pandas bedeuten
Autor: dpa
, Mittwoch, 21. Januar 2026
Der Münchner Zoo setzt auf Panda-Glück und Ministerpräsident Söder ist verzückt. Was hinter den Millionen für die zwei schwarz-weißen Bären steckt und warum es Ärger mit Artenschützern gibt.
Spätestens 2028 soll München um eine niedliche Attraktion reicher sein: Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) kündigte für den Tierpark Hellabrunn zwei Riesenpandas an. An höchster Stelle sei in China entschieden worden, dem Zoo die Tiere als Leihgabe zu geben, sagte Söder bei der Vertragsunterzeichnung zwischen dem Tierpark und China. Doch es gibt auch kritische Stimmen. Ein Überblick über die Meinungen.
Warum Menschen Leih-Pandas befürworten:
Panda-begeisterte Besucherströme
Wenn die Pandas da sind, erwartet der Tierpark einen großen Andrang von Besucherinnen und Besuchern. «Das wird einen Zulauf geben über sehr lange Zeit, Pandas sind eine der höchsten Attraktionen», ist sich Söder sicher. «Wir werden sehr viele Kinder sehr glücklich machen.» Auch der Tierpark geht davon aus, die Zahl von derzeit rund zwei Millionen jährlichen Gästen steigern zu können – und freut sich auf klingelnde Kassen, allerdings vorerst nur für zehn Jahre. Wenn die politische Stimmung dann immer noch gut ist, könnte der Leihvertrag verlängert werden.
Ihre Niedlichkeit
Pandabären können auch erwachsene Menschen in Ekstase versetzen, gelten sie doch als «Süüüüüß!!!», «Aawwww» und «goldig».
Auch Söder ist dem Charme der putzigen Bären mit dem schwarz-weißen Fell verfallen, seit er sie bei seiner China-Reise 2024 live erleben durfte. «Pandas sind einfach knuffig», schwärmte er auch dieses Mal und drückt den Plüschpanda, den er mitgebracht hat und der sonst in seinem Büro steht, «weil er so schön ist.»
Artenschutz
Das ist für Tierparkdirektor Rasem Baban ein wichtiges Anliegen. Der große Panda sei ein Symbol für erfolgreichen Artenschutz und für internationale wissenschaftliche Zusammenarbeit. «Unser Anspruch ist es, den großen Pandas ein Zuhause zu bieten, das höchsten internationalen Standard entspricht», verspricht er.
Freundlich-friedliche Panda-Diplomatie?
Die Beziehungen zu China liegen Söder am Herzen, wie er auch bei einem Besuch in der Volksrepublik 2024 deutlich machte. Damals begann er, den Panda-Deal einzufädeln. Das sei ein «Höhepunkt der bayerisch-chinesischen Diplomatie», sagte er. In der Tat spielt die Regierung von China eine wichtige Rolle, sind die Bären doch nur eine Leihgabe, ebenso wie ein möglicher Nachwuchs.