Der Winter stellt Autofahrer und Fußgänger einmal mehr auf eine Geduldsprobe. Es gibt Unfälle und Ausfälle bei der Bahn. Ein Überblick.
Schnee und spiegelglatte Straßen haben in mehreren Bundesländern zu Unfällen und langen Staus geführt. Mitunter saßen Autofahrer stundenlang fest. Es gab mindestens einen Toten und viele Verletzte. Meist blieb es aber bei Blechschäden. Über Stunden galten für Regionen rund um Bremen Unwetterwarnungen. Die Rutschgefahr auf Straßen und Wegen bleibt weiter bestehen.
In Osthessen starb auf schneeglatter Straße ein Mann. Laut Polizei geriet bei Fulda ein 70 Jahre alter Fahrer eines Sattelzugs nach links in die Gegenfahrspur und stieß mit seinem Fahrzeug frontal gegen einen entgegenkommenden Kastenwagen. Bei der Kollision am Dienstag wurde der 51-jährige Fahrer des Kastenwagens so schwer verletzt, dass er noch an der Unfallstelle starb.
Stunden im Stau
Viele Unfälle meldete die Polizei zum Beispiel in Baden-Württemberg in der Region Heilbronn, in Thüringen und in Niedersachsen - dort auf der Autobahn 7. Größere Probleme gab es auch in Hessen. Aber nach dem Verkehrschaos am Dienstagabend entspannte die Lage am Morgen allmählich. «Es hat sich deutlich beruhigt», sagte eine Sprecherin der Polizei Mittelhessen.
In der Nacht hatten sich immer wieder Lastwagen im Schnee festgefahren, wie ein Polizeisprecher berichtete. Manche Autofahrer standen Stunden im Stau. Auf der A3 hatte es einen 30 Kilometer langen Stau gegeben. Das «Problemkind» war vor allem die B49, wie ein Sprecher sagte.
Mehrere Lastwagen standen dort quer auf der Fahrbahn. Unter den Wartenden war auch der Bürgermeister der Stadt Weilburg, Johannes Hanisch. Er sei auf dem Weg zu einem Termin gewesen und stehe seit nunmehr sieben Stunden, sagte er in einem Video auf Instagram. Und später postete er: «Nach zehn Stunden ist die Straße endlich wieder frei.»
Winterdienst im Dauereinsatz
Bei vielen Unfällen war nicht sofort klar, ob das Wetter Ursache dafür war - zum Beispiel in Halle an der Saale. Dort verunglückte ein Feuerwehrfahrzeug bei einer Einsatzfahrt. Es stieß laut Polizei auf einer Kreuzung mit einem Auto zusammen - zehn Menschen wurden verletzt. Das Winterwetter könne Teil der Erklärung sein, sagte eine Sprecherin der Polizei.
Die Polizei Osnabrück registrierte in der Nacht und am frühen Morgen 45 Unfälle. In zwei Fällen wurden Menschen leicht verletzt, ansonsten blieb es bei Sachschäden. Die Polizei appellierte, langsam zu fahren. Die Müllabfuhr in Osnabrück stellte am Mittwoch ihren Betrieb komplett ein.