Notfallteam kommt nach tödlichem Angriff auf Schulcampus
Autor: dpa
, Freitag, 28. August 2026
Ein 19-Jähriger soll zwei Menschen an einer Schule getötet haben und wird festgenommen. Am Morgen nach der Tat in Gosen-Neu Zittau werden Helfer des Schulamts bei der Krisenbewältigung helfen.
Nach dem tödlichen Angriff an einer Schule nahe Berlin kommt heute ein Notfallteam des Schulamts auf den Campus. Schulpsychologische Fachkräfte werden Schülerinnen und Schülern sowie Lehrkräften der Schule in Gosen-Neu Zittau unterstützend zur Seite stehen, wie das Bildungsministerium in Brandenburg mitteilte.
Auch die Notfallseelsorge wird wieder vor Ort sein. Bereits am Donnerstag waren acht bis neun Vertreter an der Schule in Ostbrandenburg und sprachen mit Betroffenen. «Wir versuchen, ein Schutzraum zu sein», sagte Stefan Baier von der Notfallseelsorge Brandenburg im «RBB-Spezial».
Bei der Gewalttat waren am Donnerstag eine Frau und ein Mann getötet worden. Ein 19 Jahre alter Deutscher gilt als Tatverdächtiger und wurde vorläufig festgenommen. Bei dem männlichen Opfer soll es sich nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur um den Hausmeister der Schule handeln, bei der Frau um die Ex-Freundin des Tatverdächtigen. Der RBB schrieb, sie sei eine Schülerin und 18 Jahre alt gewesen.
Neben der Privatschule auf dem Docemus-Campus befindet sich auf demselben Gelände auch eine öffentliche Grundschule. Das Schulamt habe dem privaten Träger sofort Unterstützung angeboten, hieß es aus dem Ministerium. Der Unterricht in der Grundschule werde am Freitag nicht regulär stattfinden, die Kinder würden psychologisch betreut.
Notfallseelsorger betreuen Schüler und Lehrer
Nach der Tat kümmerten sich Notfallseelsorger um Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte und Angehörige. Einige Minderjährige wurden noch am späten Nachmittag in der Turnhalle betreut, bis ihre Eltern sie abholten.
Viele Fragen zur Tat sind weiterhin ungeklärt - die Ermittlungsbehörden hielten sich nicht nur mit Informationen zu den Opfern zurück, sondern machten auch keine Angaben zum Motiv oder zur Tatwaffe. In einem Schreiben rief die Polizei dazu auf, sich bei Hinweisen zur Tat bei ihr zu melden.
Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) sprach den Angehörigen und Freunden der Opfer sein Mitgefühl aus. «Bei einem furchtbaren Angriff sind zwei Menschen ums Leben gekommen. Diese Tat erschüttert unser gesamtes Land.»