Deutscher nach Zugunglück tot - Weiterer Unfall in Thailand
Autor: dpa
, Donnerstag, 15. Januar 2026
Zwei Kranunfälle in 24 Stunden, bei dem ersten Unglück stirbt auch ein Deutscher. Thailands Verkehrsminister ordnet einen sofortigen Stopp für bestimmte Bauprojekte an.
Bei dem schweren Zugunglück in Thailand durch einen Kransturz ist auch ein deutscher Staatsbürger ums Leben gekommen. Das bestätigte das Außenministerium in Bangkok. Es sprach den Angehörigen sein Beileid aus. Weitere Details zur Identität des Deutschen wurden zunächst nicht bekannt. Nur einen Tag nach dem Unglück am Mittwoch mit mindestens 32 Toten und mehr als 60 teilweise Schwerverletzten ist es nahe Bangkok am Donnerstagmorgen (Ortszeit) zu einem ähnlichen Unfall gekommen.
Zwei Menschen kamen ums Leben und fünf weitere wurden verletzt, als ein Baukran in Samut Sakhon plötzlich auf eine Schnellstraße stürzte. Teile des Stahlgerüsts hätten zwei Autos getroffen, zitierte die Zeitung «Bangkok Post» die Polizei.
Der Kran sei für den Bau einer Schnellstraßenbrücke eingesetzt worden, hieß es. Die Schnellstraße Rama 2 ist eine Hauptverkehrsader, die Bangkok mit dem Süden des Landes verbindet. Sie wird auch von Urlaubern gern genutzt, um etwa den Badeort Hua Hin zu erreichen. Was das neuerliche Unglück - das zweite in nur 24 Stunden - auslöste, ist bisher unklar.
Es war nicht der erste schwere Unfall auf der vielbefahrenen Strecke, über der gerade eine Express-Hochstraße entsteht: Im März vergangenen Jahres war bereits ein im Bau befindlicher Pfeiler zusammengebrochen und auf die Straße gestürzt. Sechs Menschen - darunter vor allem Arbeiter - kamen ums Leben, viele weitere wurden verletzt.
Suche nach Vermissten abgebrochen
Der Baukran am Mittwoch war in der Provinz Nakhon Ratchasima, etwa 230 Kilometer nordöstlich von Bangkok, auf einen vollbesetzten Zug gestürzt, der daraufhin entgleiste und teilweise Feuer fing.
Plötzlich sei das Dach des Zuges eingestürzt, zitierte das Portal «Thaiger» die thailändische Ehefrau des deutschen Opfers, die das Unglück überlebte. Ihr Mann sei sofort tot gewesen. Dem Ministerium zufolge kam auch ein Südkoreaner in den Trümmern ums Leben.
Die Suche nach drei als vermisst geltenden Personen sei inzwischen abgebrochen worden, berichteten Medien unter Berufung auf die Einsatzkräfte. Es seien lediglich Leichenfragmente geborgen worden, die zur forensischen Identifizierung eingeschickt worden seien.