Deutsche «Hondius»-Passagiere auf dem Weg nach Frankfurt
Autor: dpa
, Sonntag, 10. Mai 2026
Vier deutsche Passagiere der «Hondius» werden nach dem Hantavirus-Ausbruch per Sondertransport nach Frankfurt gebracht. Dort folgt die Weiterreise in die Quarantäne.
Die vier in die Niederlande ausgeflogenen deutschen Passagiere des von einem Hantavirus-Ausbruch betroffenen Kreuzfahrtschiffs sind auf dem Weg nach Frankfurt. Mehrere Rettungswagen brachen am späten Abend vom militärischen Teil des Flughafen Eindhoven aus Richtung Deutschland auf. Für den Transport wurden Einsatzkräfte der Feuerwehr Essen und der Feuerwehr Frankfurt angefordert, ein weiterer Rettungswagen kam aus Dortmund.
Der sogenannte Sonderisoliertransport bringt die Passagiere nach Frankfurt. Von dort werden sie anschließend zur Quarantäne in die jeweiligen Bundesländer gebracht. Über die Maßnahmen entscheiden die zuständigen Gesundheitsämter.
Mit einem von der Kanaren-Insel Teneriffa kommenden Flugzeug waren insgesamt 26 Passagiere und Crewmitglieder der «Hondius» eineinhalb Stunden zuvor in Eindhoven gelandet. Neben den vier Deutschen sowie Niederländern befanden sich auch Belgier und Griechen an Bord, alle ohne Symptome, wie das spanische Gesundheitsministerium vor dem Abflug mitteilte.
Gesundheitscheck für Evakuierte nach Landung
Am Flughafen in Eindhoven warteten Spezialisten auf die Evakuierten, um sie medizinisch zu untersuchen. Die niederländischen Passagiere wurden anschließend nach Hause gebracht, wo sie sich sechs Wochen lang in häusliche Quarantäne begeben müssen.
Einer der deutschen Passagiere soll später in die Berliner Charité gebracht werden. Nach Angaben der zuständigen Berliner Senatsverwaltung für Gesundheit zeigt die Person bisher keine Symptome und kommt «aus der Region Berlin-Brandenburg». Eine symptomfreie deutsche Kontaktperson von der «Hondius» soll in Baden-Württemberg in häusliche Quarantäne gehen. Das teilte das Sozial- und Gesundheitsministerium in Stuttgart am Abend mit.
Mehrere Evakuierungsflüge
Noch vor dem Abflug der Maschine nach Eindhoven waren im Rahmen der Evakuierungsaktion auf der spanischen Urlaubsinsel drei Flugzeuge jeweils mit Spaniern, Franzosen und Kanadiern gestartet. Weitere Maschinen aus Großbritannien, Irland, der Türkei und den USA folgten. Am Montag sollen eine weitere Maschine aus den Niederlanden sowie ein Flugzeug aus Australien zum Einsatz kommen.
Die «Hondius» war am frühen Sonntagvormittag in den Hafen von Granadilla auf Teneriffa eingefahren. Auf dem Kreuzfahrtschiff waren zuletzt insgesamt 140 bis 150 Reisegäste, Besatzungsmitglieder und begleitende Experten aus 23 Ländern. Nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums war darunter eine mittlere einstellige Zahl von deutschen Staatsangehörigen. Nach Angaben des Schiffsbetreibers Oceanwide waren insgesamt sechs Deutsche an Bord.