Frost in Nordost, über zehn Grad am Rhein
Autor: dpa
, Freitag, 30. Januar 2026
Das Wetter am Wochenende wird zweigeteilt. Der Januar war laut vorläufiger Bilanz außergewöhnlich sonnig und kälter als im Durchschnitt. Und die Großstädte streiten über Streusalz.
Das Wetter ist am Wochenende in Deutschland zweigeteilt: Die einen sitzen nach der Wetterdienst-Vorhersage in einem «Gefrierschrank», der sich wegen des Windes noch kälter anfühlt als er ist. Die anderen bekommen bei zweistelligen Temperaturen fast Frühlingsgefühle.
Unterdessen wird in Berlin über Streusalz diskutiert, der Deutsche Wetterdienst bilanziert den Januar und die Krankenhäuser sehen mehr Glätteunfälle.
Wie wird das Wochenende?
Der Schnee macht sich langsam rar: Am Samstag gibt es im Nordosten «letzte Flocken», sonst bleibt es bei meist starker Bewölkung trocken. Im Alpenraum zeigt sich vielfach die Sonne.
Das Niederschlagsgebiet verlagert sich bis zum Abend nach Niedersachsen. «Dort kann sowohl Regen niedergehen, der auf gefrorenem Boden zu Glatteis führt, oder es kann schneien», sagte Meteorologe Markus Eifried vom Deutschen Wetterdienst (DWD). «Was genau passiert, lässt sich noch nicht mit Bestimmtheit prognostizieren.»
«Sicher vorhersagen lässt sich dagegen das zweigeteilte Temperaturniveau über der Bundesrepublik»: Während es im Westen und Südwesten vergleichsweise mild bleibt, wird die Ost- und Nordhälfte «mit kalter Festlandsluft geflutet» so der Meteorologe. «Ein frischer Wind lässt dort das Ganze noch kälter wirken, dicke Winterjacken sind dort vonnöten.»
Januar-Bilanz
Am vorletzten Tag des Monats zog der DWD eine vorläufige Monatsbilanz für den Januar. Nach der ersten Auswertung seiner 2.000 Messstationen zeigt sich: Im Nordwesten war es - gemessen an der Zahl der Schneedeckentage - der schneereichste Januar seit 2010. Außerdem war es außergewöhnlich sonnig und kälter als im Durchschnitt der letzten Jahre.
Am Montag kein Glatteis
Am Montag, wenn in großen Teilen Deutschlands im öffentlichen Nahverkehr gestreikt wird, ist immerhin kein Glatteis zu erwarten: Dort, wo es ein bisschen regnet - im Westen und Südwesten - liegen die Temperaturen im Plus. Wo es kälter ist und auch im Übergangsbereich um null Grad zeigten die Modelle des DWD zumindest am Freitag keinen Niederschlag.