Gestrandete Touristen: Erster Nahost-Rückholflug am Mittwoch
Autor: dpa
, Dienstag, 03. März 2026
Tausende Urlauber sitzen weiter im Nahen Osten fest. Die Bundesregierung will ihre Rückholaktion an diesem Mittwoch starten. Ein Linienflieger aus Dubai landete unterdessen am Dienstag in Frankfurt.
Die Bundesregierung will ihre Rückholaktion für Kinder, Kranke und Schwangere unter den in Nahost gestrandeten Deutschen an diesem Mittwoch starten. Ein erster Flug sei nach Maskat geplant, der Hauptstadt des Oman, kündigte Außenminister Johann Wadephul (CDU) im Sender Welt TV an.
Wegen der Eskalation des Nahost-Konflikts seit dem Wochenende sitzen weiterhin Zehntausende Menschen fest, die im Nahen Osten Urlaub machen oder einen der dortigen Flughäfen als Drehkreuz nutzen wollten. Viele Staaten haben ihren Luftraum geschlossen, Kreuzfahrtschiffe liegen in Häfen fest.
«Wir müssen schauen, wen wir dort mitnehmen können»
Die Bundesregierung werde versuchen, alte, kranke und schwache Menschen sowie schwangere Frauen und Kinder nach Deutschland zurückzubringen. «Wir müssen schauen, wen wir dort mitnehmen können», sagte Wadephul.
Die Lufthansa nannte Details zu dem geplanten Evakuierungsflug im Auftrag der Bundesregierung: Demnach soll ein Jet vom Typ Airbus A340-300 in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag die Menschen nach Hause bringen. Die Maschine hat in der Konfiguration der Lufthansa 279 Passagiersitze.
Wie viele Passagiere mit an Bord sein könnten, wollte der Minister nicht sagen. Dies werde sich nach der Größe des Flugzeuges richten, die er noch nicht exakt kenne. Es werde aber eine Maschine in der Größenordnung sein, mit der auch sonst üblicherweise Touristen über entsprechend große Entfernungen transportiert würden.
Passagiere müssen über Landweg nach Oman reisen
Man müsse «ein bisschen danach gehen, welche Personen da sind», sagte Wadephul. Die Passagiere müssten teils zunächst aus den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) in den Oman ausreisen. Das Auswärtige Amt habe in diesem Zusammenhang sein Personal verstärkt. «Aber es hängt natürlich auch davon ab: Wer schafft diesen Landweg. Wer kann sich ein Fahrzeug besorgen.» Hier sei man auf eine enge Zusammenarbeit mit den Reiseverkehrsunternehmen angewiesen. Zudem werde der eine oder andere auch individuell anreisen.
Allen anderen deutschen Staatsbürgern außerhalb dieser besonders hilfsbedürftigen Gruppe müsse man entweder noch einen längeren Aufenthalt zumuten oder anbieten, direkt von den Vereinigten Arabischen Emiraten aus nach Deutschland zu fliegen. «Ich bin guter Dinge, dass wir jetzt in den nächsten Tagen vorankommen», so dass «die allermeisten der deutschen Touristen endlich zurückkommen können nach Deutschland», sagte Wadephul.