Nach derzeitigen Erkenntnissen seien von den 19 Verletzten drei ins Krankenhaus gekommen. Die 16 Leichtverletzten seien ambulant behandelt worden, so die Polizei weiter. Neben einer Reihe von Pkw waren den Angaben zufolge an den Unfällen auch ein Lkw und zwei Kleintransporter beteiligt.
Busse stehen still
In Brandenburg wurden einige Buslinien wegen der Witterungsfolgen eingestellt. So teilte die Ostprignitz-Ruppiner Personennahverkehrsgesellschaft mit, dass wegen der Straßenglätte der Linienverkehr des Busunternehmens bis Freitagfrüh eingestellt bleibt.
Nach Angaben des Landkreises Prignitz hat auch die Arge Prignitzbus den Busverkehr im Landkreis am späten Nachmittag gestoppt. Der Verkehrsgesellschaft Teltow-Fläming zufolge gilt das auch für die Buslinien 753, 754, 758, 768, 769, 777 und den Rufbus R777 in dem betreffenden Landkreis.
Eisregen sorgt für Probleme im U-Bahnverkehr
Die U-Bahnlinie 3 ist zwischen Warschauer Straße und Gleisdreieck weiter unterbrochen. Das teilten die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) am Abend mit. Der kleine südliche Abschnitt der U3 bis Krumme Lanke wird dagegen wieder befahren.
Auch der zentrale Abschnitt der U2 zwischen Bahnhof Zoologischer Garten und Potsdamer Platz ist der BVG zufolge wieder in Betrieb. Auf dem kurzzeitig unterbrochenem Nordabschnitt fahre die U2 ebenfalls wieder. Damit sei die wichtige Linie wieder vollständig im Einsatz.
Insgesamt fahren Busse, Straßenbahnen und die Züge der meisten U-Bahnlinien trotz der anhaltenden Extremwetterlage mit immer wieder einsetzendem Eisregen stabil, so das Fazit der BVG.
Mann bricht in Halensee ein und stirbt
Auf dem vereisten Halensee in Berlin hat es ein tödliches Unglück gegeben: Ein Mann brach ein und starb im Krankenhaus. Das sagte ein Sprecher der Berliner Polizei der Deutschen Presse-Agentur.
Ersthelfer hatten von einem Steg aus erste Rettungsversuche gestartet, wie die Feuerwehr mitteilte. Ein Feuerwehrmann habe sich dem verunglückten Senior dann mit einem Schutzanzug im Wasser genähert und ihn an Land gezogen. Nach einer medizinischen Erstversorgung kam der Mann mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus, wo er starb.
Meteorologen warnen
Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hatte zuvor vor den erhöhten Risiken durch Glatteis im Westen und Nordwesten Brandenburgs gewarnt. Die amtliche Unwetterwarnung vor Glatteis galt bis 21.00 Uhr.
Es bleibt frostig: Auch für die Nacht zum Freitag hat der DWD gebietsweise gefrierenden Regen oder Sprühregen mit Glatteisbildung, vor allem im Norden und Westen Brandenburgs auch mit Unwettergefahr vorhergesagt.
Zum Teil bis mittags ist auch anschließend gefrierender Sprühregen mit Glatteisgefahr nicht ausgeschlossen. Bei Bodenfrost kommt es weiterhin streckenweise zu Eisglätte. Am Freitagabend erwartet der DWD gebietsweise erneut gefrierenden Sprühregen.