Goldspürhunde suchen den Schatz von Manching
Autor: Frederick Mersi und Britta Schultejans, dpa
, Montag, 04. Mai 2026
Nach dem spektakulären Gold-Diebstahl aus einem bayerischen Museum fehlte von einem Großteil der Beute jede Spur - bis jetzt. Wo die Ermittler das Keltengold vermuten - und wie sie es finden wollen.
Die Polizei hat nicht nur Bargeldspürhunde dabei, sondern auch Goldspürhunde aus dem ungarischen Nationalmuseum. «Diese Hunde sind speziell auf Gold trainiert», sagt Fabian Puchelt vom bayerischen Landeskriminalamt (LKA). «Und die brauchen wir natürlich auch hier.»
Hier, das ist ein Anwesen in Plate in Mecklenburg-Vorpommern. Auf dem Grundstück des Hauptverdächtigen und seiner Partnerin suchen Ermittler mehr als drei Jahre nach dem Diebstahl eines Goldschatzes aus einem Museum im oberbayerischen Manching wieder nach dem verschwundenen Großteil der Beute.
«Wir hatten umfangreiche Ermittlungen, auch nach den Verurteilungen der Haupttäter, und haben trotzdem festgestellt, dass das Gold in Summe nur hier versteckt sein kann», sagt Puchelt. «Und genau deshalb sind wir mit einem ganzen Expertenteam hier vor Ort zurückgekehrt und suchen jetzt wieder.»
Goldspürhunde aus Ungarn, internationale Experten
Die Goldspürhunde sind gerade im Garten unterwegs, als er das sagt. Später sollten sie auch das Haus abschnüffeln.
Der Goldschatz war im November 2022 aus dem Kelten Römer Museum in Manching gestohlen worden. Vier Täter wurden festgenommen und im Juli 2025 am Landgericht Ingolstadt zu langjährigen Haftstrafen verurteilt. Doch bis auf einen kleinen Teil der gestohlenen Goldmünzen blieb der Schatz bislang verschwunden. Die Verdächtigen äußerten sich während des Prozesses nicht dazu, wo das Gold versteckt sein könnte.
Hunderte Goldmünzen könnten auf dem Grundstück versteckt sein
Doch seit dem Morgen durchsuchen laut bayerischem Landeskriminalamt Kunstfahnder erneut das Anwesen und das Grundstück des Hauptverdächtigen. Dabei sind nach Angaben Puchelts auch «Experten aus dem Bereich Forensik, aus dem Bereich von Zoll‑Experten bis hin zu Kolleginnen und Kollegen aus Kanada und Toronto Police, die sich damit beschäftigen, wie Sachen verbaut sind, wie Sachen vergraben sein können, wie Sachen eventuell in einem Gebäude auch eingemauert sein können».
Dabei komme auch Röntgen- und Radartechnik zum Einsatz. «Neue Erkenntnisse» ließen die Ermittler davon ausgehen, dass der Großteil der Beute dort professionell versteckt worden sei, um sie später zu verkaufen.