Zwei Tote bei Dachstuhlbrand in Krankenhaus
Autor: dpa
, Donnerstag, 02. Juli 2026
Frühmorgens fängt der Dachstuhl eines Krankenhauses in Ludwigslust Feuer. Für zwei Patienten kommt jede Hilfe zu spät. Was ist bereits bekannt?
Beim Brand des Dachstuhls eines Krankenhauses in Ludwigslust nahe Schwerin sind zwei Menschen gestorben. «Wir haben zwei Tote», sagte eine Sprecherin des Landkreises Ludwigslust-Parchim der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Bei den beiden Opfern handelt es sich um Patienten.
Am frühen Morgen hatte die Einsatzleitstelle der Polizei zunächst von 34 Verletzten gesprochen. Inzwischen heißt es vom Landkreis Ludwigslust-Parchim, dass es nur einen Verletzten mit einer Rauchgasvergiftung gebe.
Dass die Zahlen so stark voneinander abweichen, hat mit den Erstmeldungen vom Brandort an die Einsatzleitstelle zu tun. Dort wurden zunächst mehrere Dutzend Menschen gemeldet, die medizinisch untersucht werden sollten und dann im Laufe der Untersuchung als unverletzt eingestuft werden konnten, wie eine Polizeisprecherin sagte. Solche Zahlen seien zum Zeitpunkt der Abfrage durch Pressevertreter stets eine Momentaufnahme und könnten sich auch noch ändern.
Feuer war in Patientenzimmer ausgebrochen
Ersten Erkenntnissen zufolge war es in einem Patientenzimmer zu dem Feuer gekommen. Ob die beiden Toten gemeinsam in dem Zimmer lagen, war zunächst unklar. Einer der beiden war zunächst wiederbelebt worden, allerdings erfolglos.
Was war passiert?
Der Dachstuhl des Krankenhauses hatte den Angaben zufolge gegen 4.20 Uhr Feuer gefangen. Die Lage vor Ort sei aktuell höchst dynamisch, hieß es am Morgen. Patienten und Krankenhaus-Beschäftigte wurden aus dem Gebäude evakuiert. Zwischenzeitlich war das gesamte Krankenhaus geräumt worden, wie Klinikleiter Alexander Groß der dpa sagte. Den Angaben zufolge lagen zum Zeitpunkt des Feuers knapp 60 Patientinnen und Patienten im Krankenhaus.
Patienten auf andere Stationen und andere Kliniken verteilt
Aufgrund des guten Brandschutzes habe die Feuerwehr nicht betroffene Stationen aber wieder freigeben können. Dort würden viele Patientinnen und Patienten auch versorgt. Fünf Patienten wurden auf umliegende Krankenhäuser verteilt.
Die Evakuierung habe sehr gut funktioniert, sagte der Klinikleiter weiter. Es sei alles extrem ruhig und kontrolliert gelaufen. «Alle Patienten sind jetzt versorgt.» Angehörige müssten sich keine Sorgen machen. Es seien alle Ärzte des Hauses im Dienst - auch die, die keine Schichten haben, sagte Klinikleiter Groß weiter. Den Angaben zufolge gibt es auch eine Angehörigen-Hotline. Sie ist unter +49 3874 433 502 zu erreichen.