Buckelwal vor Timmendorfer Strand weiter in Not
Autor: Birgitta von Gyldenfeldt und Katrin Luxenburger, dpa
, Dienstag, 24. März 2026
Das Schicksal des vor Timmendorfer Strand gestrandeten Buckelwals beschäftigt viele Menschen. Es wird weiter versucht, das Tier zu retten. Wie stehen die Chancen?
Das Schicksal des in der Lübecker Bucht vor Niendorf gestrandeten Wals beschäftigt viele Menschen. Seit Montagfrüh liegt das Jungtier auf einer Sandbank vor Niendorf, einem Ortsteil von Timmendorfer Strand. Noch hunderte Meter entfernt sind die brummenden Töne zu hören, die es von sich gibt.
Nach Angaben von Sea Shepherd handelt es sich um einen jungen Buckelwal. Am Nachmittag wurde ein weiterer Rettungsversuch gestartet. Zuvor wurde der von flachem Wasser umgebene Wal unter anderem mit einer Drohne vermessen.
Stephanie Groß vom Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung (ITAW) und Bürgermeister Sven Partheil-Böhnke hatten den weiteren Rettungsversuch angekündigt. «Wir werden alles versuchen, um das Tier zu retten», sagte der Bürgermeister.
Doch der Versuch, den Wal mit Hilfe eines Saugbaggers zu befreien, scheiterte. Geplant war, die Sandbank abzutragen, auf der der Wal festsitzt, um ihm den Weg ins tiefere Wasser freizumachen. Doch das Vorhaben scheiterte daran, dass der Sand zu stark verdichtet war. Weitere Rettungsmaßnahmen sind voraussichtlich erst am Donnerstag möglich, da derzeit auf schwereres Gerät gewartet wird.
Strandungsstelle weiträumig abgesperrt
Mit Bauzäunen und rot-weißem Flatterband ist der Strand rund um die Strandungsstelle abgesperrt. Immer wieder nähern sich Neugierige, Eltern heben ihre Kinder in die Luft, damit sie einen Blick auf den Wal erhaschen können.
«Es ist schon traurig für das Tier. Man will gar nicht so schaulustig sein», sagt eine Spaziergängerin, deren Familie in Niendorf lebt. Aber irgendwie sei man doch neugierig. Sie hoffe, dass der Wal wieder freikommt. Ihr tue der Wal einfach nur leid, sagt eine andere Spaziergängerin. Ähnlich äußern sich andere Passanten.
«Der arme Kerl. Ich hoffe, er kann noch gerettet werden», sagt auch Stefan Stauch, der mit seiner Frau aus dem einige Kilometer entfernten Scharbeutz gekommen ist. In der Nacht hätten sie den Wal hören können. «Wir hatten gehofft, dass er mit der ansteigenden Flut in der Nacht wieder freikommt, aber das hat nicht funktioniert.»