Im vergangenen Jahr starben mehr als 2.800 Menschen bei Verkehrsunfällen in Deutschland. «Kein gutes Jahr für die Verkehrssicherheit», sagt eine Unfallforscherin zu den neuen Zahlen.
Acht Menschen sind im vergangenen Jahr im Schnitt pro Tag im Straßenverkehr in Deutschland ums Leben gekommen. Insgesamt starben 2025 mehr als 2.800 Menschen bei solchen Unfällen, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden nach endgültigen Ergebnissen mitteilte. Das waren demnach 62 Getötete mehr als ein Jahr zuvor.
Laut Mitteilung wurden auch mehr Menschen verletzt. Die Zahl stieg um etwa 1,7 Prozent auf etwa 371.000. Die große Mehrheit davon – etwa 322.000 – wurde bei Unfällen leicht verletzt. Im Schnitt wurden pro Tag 135 Menschen schwer und 882 Menschen leicht verletzt. Die Zahl der Schwerverletzten insgesamt sank im vergangenen Jahr leicht um 2,9 Prozent auf 49.200.
Allerdings: «Langfristig betrachtet geht die Zahl der Unfallopfer im Straßenverkehr stark zurück», schrieben die Statistikerinnen und Statistiker. «So wurden beispielsweise 1995 noch rund 9.500 Menschen bei einem Unfall getötet und über 500.000 verletzt.»
Alle 15 Minuten ein Alkoholunfall
Durchschnittlich sei es auf Deutschlands Straßen 2025 alle 15 Minuten zu einem Alkoholunfall gekommen, hieß es. «Insgesamt starben 2025 bei Verkehrsunfällen im Zusammenhang mit Alkohol 170 Menschen und 17.900 Menschen wurden verletzt.»
Unfälle seien aber nicht immer auf nur einen Grund zurückzuführen, hieß es. Häufig würden mehrere Unfallursachen angegeben. «So gehen Alkoholunfälle häufig auch mit anderem Fehlverhalten einher, etwa mit zu schnellem Fahren oder dem Missachten der Vorfahrt.» Die häufigste Ursache für tödliche Unfälle sei nach wie vor zu hohe Geschwindigkeit.
Innerorts oft Fahrradfahrer und Fußgänger betroffen
Die allermeisten der insgesamt 2,52 Millionen ereigneten sich mit 74 Prozent laut Mitteilung innerorts. Rund zwei Drittel aller Verletzten sei bei Unfällen innerhalb von Städten und Dörfern verletzt worden. «Die meisten Verkehrstoten waren auch im Jahr 2025 dagegen außerorts zu beklagen», schrieben die Statistikerinnen und Statistiker. Als Gründe nannten sie unter anderem die höhere Geschwindigkeit außerorts, fehlende Trennungen zum Gegenverkehr oder schlechte Überholmöglichkeiten.
63 Prozent der bei Unfällen innerorts getöteten Menschen seien mit dem Fahrrad oder zu Fuß unterwegs gewesen, hieß es. «Auch E-Scooter-Unfälle sind ein überwiegend innerörtliches Phänomen: 26 der insgesamt 33 Menschen, die im Jahr 2025 mit dem E-Scooter tödlich verunglückten, kamen innerhalb von Ortschaften ums Leben.» Ihr Anteil an allen innerorts Getöteten sei mit 2,7 Prozent aber vergleichsweise gering.