Völler: "Mein Gerechtigkeitssinn spricht für eine andere Lösung: Wir spielen die letzten 22 Minuten neu. Beim Stande von 1:0 von Leverkusen geht es mit einem Abstoß für Hoffenheim weiter", erklärte der 53-Jährige.

Das habe er Wolfgang Niersbach, dem Präsidenten des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), in einem Telefongespräch auch so verdeutlicht. Dies sei die sauberste Lösung, so Völler. Leverkusens Stürmer Stephan Kießling hatte beim 2:1-Sieg am Freitagabend bei 1899 Hoffenheim in der 70. Minute einen Treffer zum 2:0 zugesprochen bekommen. Dabei war sein Kopfball tatsächlich am Pfosten vorbei gegangen und durch ein Loch im Netz im Tor gelandet. Dies zeigten die Fernsehbilder eindeutig. Schiedsrichter Felix Brych (München) gab den Treffer jedoch. Hoffenheim hat Protest eingelegt.

Über den Fall entscheidet nicht nur das DFB-Sportgericht, sondern auch die FIFA. Der DFB will sich mit dem Fußball-Weltverband abstimmen, hieß es in einer Presseerklärung vom Samstag. "Wir haben natürlich die Situation mitbekommen, werden diese auf eine mögliche Anfrage des DFB analysieren und Stellung dazu nehmen", erklärte Massimo Busacca, der Leiter der FIFA-Schiedsrichterabteilung.

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) wird sein Vorgehen nach dem Phantomtor von Stefan Kießling mit dem Weltverband FIFA abstimmen. Parallel zu einer Verhandlung vor dem DFB-Sportgericht stehe der DFB in Kontakt mit der FIFA, "um die international gültige Rechtslage für solche Fälle zu klären und die verbindlichen Vorgaben des Weltverbandes bei der Entscheidungsfindung zu berücksichtigen", hieß es in einer DFB-Stellungnahme vom Samstag.

Kießling hatte beim 2:1 von Bayer Leverkusen am Freitagabend bei 1899 Hoffenheim einen Treffer zum 2:0 zugesprochen bekommen. Dabei war sein Kopfball am Pfosten vorbei gegangen und durch ein Loch im Netz im Tor gelandet. Dies zeigten eindeutig die Fernsehbilder.

"Dass ein solches Phantomtor als ungerecht empfunden wird, können wir alle absolut nachvollziehen. Der reflexartige Ruf nach einer Wiederholung des Spiels ist verständlich, aber wir wissen aus der Vergangenheit auch, wie sehr die FIFA die Tatsachenentscheidung eines Schiedsrichters schützt", erklärte Rainer Koch, DFB-Vizepräsident für Rechts- und Satzungsfragen.

Der Jurist erinnerte an das nicht gegebene Tor der Engländer bei der WM 2010 gegen Deutschland. "Entscheidend ist für uns, welche Möglichkeiten uns die sportrechtlichen Statuten und Vorgaben überhaupt geben, denn letztlich ist die FIFA bei einer solchen Entscheidung maßgeblich", so Koch.



Der DFB bestätigte, dass Hoffenheim beim Sportgericht Einspruch eingelegt hat. Das Gremium werde den Einspruch Bayer 04 Leverkusen zur Verfügung stellen und in den kommenden Tagen weitere Stellungnahmen des Schiedsrichters, der beteiligten Vereine und des Kontrollausschusses einholen. Anschließend wird das Sportgericht den Fall verhandeln, hieß es. Ein Termin wurde nicht genannt. Frankfurt/Main (dpa) - Leverkusens Sportdirektor Rudi Völler schlägt nach dem Phantomtor von Stefan Kießling vor, dass die Partie bei 1899 Hoffenheim nur teilweise wiederholt wird. Bayer werde jedes Urteil des DFB-Sportgerichts akzeptieren, sagte Völler der "Bild am Sonntag". "Aber mein Gerechtigkeitssinn spricht für eine andere Lösung: Wir spielen die letzten 22 Minuten neu. Beim Stande von 1:0 von Leverkusen geht es mit einem Abstoß für Hoffenheim weiter", erklärte der 53-Jährige.
Das habe er Wolfgang Niersbach, dem Präsidenten des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), in einem Telefongespräch auch so verdeutlicht. Dies sei die sauberste Lösung, so Völler. Leverkusens Stürmer Stephan Kießling hatte beim 2:1-Sieg am Freitagabend bei 1899 Hoffenheim in der 70. Minute einen Treffer zum 2:0 zugesprochen bekommen. Dabei war sein Kopfball tatsächlich am Pfosten vorbei gegangen und durch ein Loch im Netz im Tor gelandet. Dies zeigten die Fernsehbilder eindeutig. Schiedsrichter Felix Brych (München) gab den Treffer jedoch. Hoffenheim hat Protest eingelegt.
Über den Fall entscheidet nicht nur das DFB-Sportgericht, sondern auch die FIFA. Der DFB will sich mit dem Fußball-Weltverband abstimmen, hieß es in einer Presseerklärung vom Samstag. "Wir haben natürlich die Situation mitbekommen, werden diese auf eine mögliche Anfrage des DFB analysieren und Stellung dazu nehmen", erklärte Massimo Busacca, der Leiter der FIFA-Schiedsrichterabteilung.
dpa ujo yyhe n1 se