Nach Aussetzung: Findel-Welpe wird Polizeihund - das ist die Geschichte von "Jack"
Autor: Jonathan Mehlhase
Flensburg, Montag, 10. Dezember 2018
Im Dezember 2016 fanden zwei Polizeibeamte in Flensburg einen ausgesetzten Hund, eingesperrt auf einem Gewerbegrundstück. Da der Besitzer nicht ermittelt werden konnte, nahm einer der Beamten den Hund an sich und erkannte sein Talent als zukünftiger Polizeihund.
In Flensburg ist einem ausgesetzten Welpen der Sprung zum Polizeihund gelungen! Am 4. Dezember 2016 fanden zwei Polizeibeamte einen ausgesetzten Malinoisrüden auf einem Gewerbegrundstück. Wie die "Bild" berichtet, hatten Passanten das Tier winseln gehört und deshalb die Polizei verständigt. Auf Twitter machte die Landespolizei Schleswig-Holstein den Fall jetzt publik.
Polizei befreit eingesperrten Hund und geben ihm ein neues Zuhause
Als die Beamten am Ort eintrafen, saß der damals knapp zehn Wochen alte Hund eingesperrt zwischen Europlatten auf dem kalten Boden. Mitten in der Nacht und bei eiskalten Minusgraden befreiten die Beamten den Hund und nahmen ihn im warmen Dienstwagen mit.
Da der Besitzer des Tiers nicht ermittelt werden konnte, steht in so einem Fall normalerweise die Übergabe ans Tierheim an. Doch nicht in diesem Fall. Denn der Beamte, der den Hund gefunden hatte, brachte es nicht übers Herz ihn ins Tierheim abzugeben. Stattdessen behielt der erfahrene Hundehalter den Kleinen und gab ihm ein neues Zuhause. Zudem taufte eine Kollegin den Hund auf den süßen Namen "Jack".
"Jack" zeigt besondere Fähigkeiten - Ausbildung zum Schutzhund
Der neue Besitzer erkannte schnell, welchen besonderen Hund er bei sich aufgenommen hatte und welche Fähigkeiten "Jack" besitzt. Deshalb übergab er ihn an Leiter der Diensthundestaffel. Aktuell, rund zwei Jahre später, ist "Jack" in der Ausbildung zum Schutzhund. Nächstes Jahr muss er seine Prüfung ablegen und beweisen, dass er sein Herrchen schützen kann.
Nach der Prüfung wird entscheiden, ob "Jack" noch weitere Ausbildungen absolvieren soll. So könnte beispielsweise noch zum Drogenspürhund weitergebildet werden. Was auch immer passiert, für "Jack" hätte es bis heute nicht besser laufen können.