Nur Minuten nach dem Start ist in Kuba ein Flugzeug mit 113 Passagieren an Bord abgestürzt. Die Boeing 737 zerschellt auf einem Feld. Mehr als 100 Menschen sterben bei dem Unglück.
Boeing 737 stürzt nach Start in Havanna auf Kuba ab: Es ist kurz nach Mittag, als die Boeing 737-200 nahe dem Dorf Santiago de Las Vegas vom Himmel fällt. Ein großer, gelbroter Feuerball steigt in die Höhe, als das Flugzeug am Waldrand neben einem Feld einschlägt. Wenige Minuten zuvor war die Maschine am internationalen Flughafen José Martí in der kubanischen Hauptstadt Havanna in Richtung Holguín im Osten der Insel gestartet.
"Als wir die Explosion gehört haben, sind wir hingerannt. Überall war Rauch, in den Bäumen hing Kleidung, Flugzeugteile lagen herum", erzählt Leonardo Ramírez, der in der Nähe der Unglücksstelle arbeitet, im Fernsehsender Prensa Latina TV.
Mehr als 100 Menschen sterben, vier werden gerettet
Rettungskräfte und Feuerwehrleute rasen zu der Unglücksstelle, doch sie können nur noch vier Verletzte aus den rauchenden Trümmern ziehen. Die meisten der mehr als 100 Menschen von Flug DMJ 0972 dürften bei dem Absturz ums Leben gekommen sein.
"Das ist ein bedauerliches Luftfahrtunglück. Die kubanische Regierung und die Kommunistische Partei bedauern den Vorfall und sprechen den Familie ihr Beileid aus", sagt der kubanische Präsident Miguel Díaz-Canel an der Absturzstelle. "Das Feuer ist gelöscht worden und eine Kommission untersucht den Vorfall. Die Bevölkerung hat sich sehr diszipliniert verhalten und mitgeholfen."
Im Fernsehen ist zu sehen, wie Helfer eine Verletzte auf einer Trage zu einem Krankenwagen schaffen. Drei schwer verletzten Frauen werden in das Krankenhaus Calixto García in Havanna gebracht, ein Mann stirbt noch auf dem Weg in das Hospital. Klinikdirektor Carlos Alberto Martínez Blanco, der auch dem Staatsrat angehört, sagt im Fernsehen, das Krankenhaus sei auf diese Art von Notfällen eingestellt.
Flugzeugabsturz auf Kuba: Das ist über die Opfer bekannt
Bei den Todesopfern handelt es sich vor allem um Kubaner, dabei sind aber auch zwei Argentinier, wie das Außenministerium in Buenos Aires mitteilte. Die fünf Besatzungsmitglieder stammten aus Mexiko. Mehr als die Hälfte der Menschen an Bord stammte offenbar aus Holguín, dem eigentlich Ziel des Fluges am Freitagmittag.