Krebsrisiko senken: Tipps, wie man Krebs vorbeugen kann
Autor: Redaktion
Berlin, Mittwoch, 15. März 2017
Die Angst vor Krebs ist verbreitet - zurecht. Die Krankheit ist die zweithäufigste Todesursache in Deutschland. Doch man kann das Krebsrisiko senken.
Die Zahlen sind alarmierend: Jeder zweite Deutsche erkrankt an Krebs. Die Krankheit ist die zweithäufigste Todesursache in Deutschland. Jedes Jahr erhalten rund 500.000 Menschen diese Diagnose. Doch wie lässt sich das Risiko an Krebs zu erkranken, reduzieren? Und lässt es sich überhaupt verringern?
So lässt sich Krebs vorbeugen
Die Ursachen für die bösartigen Tumore sind vielfältig. Doch sicher ist, Krebs lässt sich vorbeugen. Es gibt Tipps, wie man das Krebsrisiko aktiv senken kann. Darauf machen Experten aufmerksam . Denn am Donnerstag, 4. Februar findet wieder der Weltkrebstag statt.
Krebs: Rauchen, Alkohol und Übergewicht begünstigen die Krankheit
Zwar erklären die Mediziner auch, dass sich Vorbeugemaßnahmen je nach Krebsart deutlich unterscheiden, doch sind sich die Forscher einig, dass Rauchen, Übergewicht und Alkohol, die Gefahr Krebs zu bekommen, deutlich erhöhen. Der Leiter der Abteilung Epidemiologie von Krebserkrankungen am Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) in Heidelberg, Rudolf Kaaks fasst es so zusammen: "Das Schicksal spielt natürlich eine Rolle, aber man kann es stark beeinflussen."
Rauchen begünstigt Krebs
Ein Hauptrisikofaktor ist das Rauchen. Das ist eigentlich nichts neues, doch viele Menschen nehmen das Risiko noch immer auf die leichte Schulter. Kaaks warnt, dass etwa jede fünfte Krebserkrankung in Deutschland vom Rauchen herrühre. Bei Lungen-, Rachen-, Speiseröhren- und Blasenkrebs sei der Anteil sogar noch viel höher. Außerdem ist Lungenkrebs sehr oft tödlich. "Rauchen ist Ursache und sicherlich auch Killer Nummer eins, wenn es um die Krebssterblichkeit geht." Auch der Generalsekretär der Deutschen Krebsgesellschaft, Johannes Bruns, warnt vor den Folgen des Tabakkonsums: Es gebe relativ wenige Möglichkeiten, Krebs wirkungsvoll vorzubeugen - und nicht zu rauchen sei eine davon.
Auch Passivrauchen kann Krebs auslösen
Wichtig ist in diesem Zusammenhang, dass Rauchen nicht nur einen selbst, sondern auch andere betreffen kann. Allein in Deutschland würden jährlich 3000 Menschen durch Passivrauchen an Krebs sterben.
Krebsrisiko senken: Übergewicht vermeiden
Weniger bekannt ist der Zusammenhang zwischen Übergewicht und Krebs, obwohl dies Dabei ist er laut Kaaks seit Jahren bewiesen ist. Er rechnet damit, dass mindestens fünf bis sechs Prozent aller Krebsfälle mit Übergewicht zusammenhängen. "Die Liste der Krebsarten, bei deren Entstehung vermutlich Übergewicht eine Rolle spielt, wird immer länger", erläutert der DKFZ-Experte. Dabei gelte nicht nur Fettleibigkeit als Risikofaktor - auch an sich schlanke Menschen mit viel Bauchfett hätten ein erhöhtes Risiko. Bruns sieht keinen so offensichtlichen Zusammenhang. Das Gewicht könne ein Risikofaktor für Krebs sein, doch niemand könne sagen, um wie viel das Risiko ab einem bestimmten Gewicht steige, sagt er.
Krebs vorbeugen: Sich ausgewogen und gesund ernähren
Wer sich falsch ernährt, kann ebenfalls eine Krebserkrankung provozieren. Die Ernährung spiele bei bis zu zehn Prozent aller Krebsfälle eine Rolle. Zudem gibt es auch Lebensmittel, die vor Krebs schützen. Am besten belegt und am stärksten ausgeprägt seien die schädliche Wirkung von rotem Fleisch und die schützende Wirkung von Ballaststoffen, sagt Kaaks.
Allerdings lässt sich nicht belegen, dass Gemüse und Obst das Krebsrisiko senken. Zuletzt hatte eine Warnung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) für Wirbel gesorgt: Wer viel verarbeitetes Fleisch - etwa Wurst und Schinken - isst, erhöhe sein Darmkrebsrisiko. Zudem stufte die WHO rotes Fleisch generell als wahrscheinlich krebserregend ein. Prompt gaben Ernährungsexperten unter anderem zu bedenken, dass Fleisch Eisen und wichtige Vitamine liefert. "Man kann jedes Fleisch bedenkenlos essen. Es kommt aber auf die Menge an", betont Heiner Boeing vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke.