Dreifaches Spektakel am Himmel: Halbschattenfinsternis, Schneemond, Komet 45P
Autor: Redaktion
Bamberg, Freitag, 10. Februar 2017
In der Nacht zum Samstag gibt es gleich drei Himmelsphänomene auf einmal: Eine Halbschatten-Mondfinsternis, der "Schneemond" und ein Komet sind zu sehen.
Für Mond-Fans ist der Erdtrabant immer ein Hingucker: An diesem Wochenende - genauer gesagt in der Nacht von Freitag auf Samstag - stehen gleich drei Himmelsphänomene an und zwei davon betreffen den Mond.
"Schneemond" ab Freitag ca. 17 Uhr zu sehen: Was ist ein Schneemond?
Ein "Schneemond" ist eigentlich nichts anderes als einen Vollmond im Februar und ist eine uralte Bezeichnung. Was viele nicht wissen: Jeder Vollmond hat seinen Namen. Ureinwohner vieler Länder und Kulturen gaben den Monden ihre Namen. Meist stehen sie in Bezug zu einer Jahreszeit. So wird ein Vollmond im September etwa als Erntemond bezeichnet, ein Mai-Vollmond als Blumenmond oder eben ein Vollmond im Februar als Schneemond, weil im Februar häufig Schnee liegt.
Halbschatten-Mondfinsternis ab 23.30 Uhr zu sehen
Eine Halbschattenfinsternis des Mondes erwarten Astronomen ebenfalls in der Nacht von Freitag auf Samstag (10./11. Februar). Sie soll deutschlandweit fast viereinhalb Stunden zu sehen sein und beginnt etwa eine halbe Stunde vor Mitternacht. Weil der Vollmond nicht den Kernschatten, sondern nur den Halbschatten der Erde durchquert, handelt es sich aber nur um eine Halbschatten-Finsternis. Es wird also keineswegs ganz dunkel, die Abnahme der Helligkeit soll aber deutlich wahrnehmbar sein. Das Maximum der Halbschatten-Mondfinsternis von beinahe 100 Prozent wird am Samstag gegen 1.40 Uhr am Südwesthimmel erreicht. Kurz vor 4.00 Uhr ist das Spektakel zu Ende.
Voraussetzung für das Beobachten ist jedoch ein wolkenloser Himmel. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) rechnet Mondguckern schlechte Chancen aus ."Wenn sich das Höhentief über Frankreich nach Deutschland verlagert, wird es viele Wolken und wenig Chancen auf einen freien Blick zum Himmel geben", sagte der Meteorologe Adrian Leyser. "Wenn das Tief ausbleibt, besteht vielerorts Wahrscheinlichkeit für Hochnebel - also ebenfalls schlechte Sicht." Gebietsweise könne die Wolken- oder Nebeldecke natürlich immer mal aufreißen. Doch auch der Herzogenauracher Wetterexperte Stefan Ochs sagt ein trübes Wochenende für Franken voraus.
Das Beobachten der Halbschattenfinsternis des Vollmondes dürfte für viele Menschen in Deutschland also zum Glücksspiel werden. Wer es dennoch versuchen will: Die beste Zeit zum Beobachten ist am Samstag zwischen 1 Uhr und 2.30 Uhr.