• Zwischenzeitlicher Rekord-Mai: Das gab es im letzten Jahrzehnt nicht
  • An Pfingsten wurde Schneefall in den Alpen prognostiziert
  • Wann kommt endlich der Sommer?

Von wegen Wonnemonat Mai: In diesem Jahr kann der Mai in Sachen Frühlings- oder gar Frühsommerwetter einfach nicht Fuß fassen. Das erklärte der Diplom-Meteorologe Dominik Jung am Montag (17. Mai 2021). Demnach geht es deutlich zu kühl weiter, nachdem es auch an Pfingsten kein Entrinnen aus der wechselhaften, nassen und teils kühlen Wetterlage gab. Auch die aktuelle Wetterwoche wird nass ausfallen, sogar Unwetter sind in den nächsten Tagen möglich. Kräftige Schauer und Gewitter bringen Starkregen, Hagel und stürmische Böen. Jung bezeichnete die Regenflut kürzlich sogar als "Mai-Monsun". Ungemütlicher geht es für die Jahreszeit kaum noch.

"Mai-Monsun" und Kälte: Wann kommt endlich der Sommer?

Frühsommerlich geht es hingegen in Russland zu: Dort ist es aktuell für die Jahreszeit rund 10 bis 15 Grad zu warm. Bei uns dagegen um 10 Grad zu kühl.  „Das Maiwetter kommt in diesem Jahr auf keinen grünen Zweig mehr. Der Mai ist wettertechnisch gelaufen. Da kommt kein Frühsommerwetter mehr. 20 Grad und mehr für alle werden schwer werden", erklärt Jung.

"Wir hatten es fast befürchtet, aber es scheint wirklich so zu kommen: Der schönste deutschlandweite Maitag war der Muttertag. In dieser Woche drohen nun sogar Unwetter durch Starkregen. Auch Pfingsten wird wechselhaft und kühl. Schuld ist weiterhin der Jetstream. Der driftet weit nach Südeuropa vor. Damit strömt zu uns kalte Luft" sagt Jung.

"Dagegen ist es in Südwesteuropa teilweise schon sommerlich warm. In Russland schwitzen die Menschen sogar schon bei Sommerwetter. Selbst Finnland brachte es in den vergangenen Tagen auf bis zu 29 Grad. Solange sich der Jetstream nicht ändert, sitzen wir in der Kälte fest.

Wetter im Mai: Darum ist es so kalt und nass

Wann die Umstellung der Großwetterlage kommen wird, ist heute noch nicht absehbar. Gut möglich, dass dann auch mal eine lange Phase mit schönem Hochdruckwetter folgt und vielleicht auch mit langer Wärme. Die Trends der kommenden 10 bis 14 Tage deuten aber auf eine Fortdauer der aktuell kühlen und nassen Wetterlage hin. Da müssen wir weiter durchhalten. Der Mai dürfte nun schon der zweite Monat in Folge werden, der in diesem Jahr zu kalt ausfällt. Wir erleben aktuell den kältesten Mai seit mindestens 10 Jahren“, meint Jung.

Schon die vergangenen Tage waren nasskalt. Schuld daran waren die Eisheiligen, deren Wirkung sich auch in diesem Jahr wieder deutlich zeigte.