• Reformpaket in Dänemark: Arbeitslose sollen zu 37 Stunden Arbeit in der Woche verpflichtet werden
  • Deutsche Politiker ziehen nach: "Fördern und Fordern" auch in Deutschland wichtig 
  • Langzeitarbeitslose sollen wieder fit für den Arbeitsmarkt gemacht werden
  • Mögliche Arbeiten: Müll sammeln und Laub fegen

Nachdem Politiker in Dänemark am Dienstag (07. September 2021) erklärt hatten, mit einem Reformpaket einige Arbeitslose dazu zu verpflichten, 37 Stunden in der Woche gemeinnützige Arbeit zu leisten, legen nun deutsche Politiker aus CDU, CSU und der Freien Wähler nach. Sven Schulze, CDU-Vorsitzender von Sachsen-Anhalt, erklärte gegenüber der "Bild", dass diese Regelung für Menschen gelten könnte, die Leistungen vom Staat erhalten aber nicht bereit sind, sich wieder in den Arbeitsmarkt zu integrieren. 

Mit Müll sammeln und Laub fegen: Langzeitarbeitslose sollen so wieder arbeiten

"Fördern und Fordern ist der richtige Ansatz, den wir auch in Deutschland weiter ausbauen müssen", sagte Schulz demnach, wie n-tv berichtet. Dadurch sollen Langzeitarbeitslose wieder in das normale Arbeitsleben eingegliedert werden. Mögliche Arbeiten wären nach Angaben der Politiker Müll sammeln oder Laub fegen. Der Vorsitzende der Freien Wähler, Hubert Aiwanger, sprach sich ebenfalls für den Vorschlag aus. Viele Langzeitarbeitslose könnten seiner Meinung nach "wieder in ein normales Arbeitsleben zurückkehren, wenn sie gezielt über gemeinnützige Arbeit für den ersten Arbeitsmarkt fit gemacht werden." 

Das Reformpaket in Dänemark sieht beispielsweise vor, dass Arbeitslose, die nicht zu ihrer "gemeinnützigen Arbeitsstelle" erscheinen, keine Leistungen erhalten. Greifen solle die Reform dort vor allem für Menschen mit "Integrationsbedarf".