"Wie viele Chancen will er noch?": Experte sieht in Klopp-Elf keinen Platz für Bayern-Star

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Nationalmannschaft: Didi Hamann sieht in Klopp-Elf keinen Platz für Kimmich
Bundestrainer Klopp wurde zuletzt immer wieder auf Kimmich angesprochen. (Archivbild)
Nationalmannschaft: Didi Hamann sieht in Klopp-Elf keinen Platz für Kimmich
Federico Gambarini/dpa

Didi Hamann sorgt mit seinen Thesen bereits seit Jahren für erhitzte Gemüter in der Führungsriege des FC Bayern. Auch seine aktuellen Aussagen zur DFB-Zukunft eines Bayern-Stars dürften an der Säbener Straße für Unmut sorgen.

Dietmar Hamann sieht keine bedeutende Zukunft mehr für Joshua Kimmich in der deutschen Fußball-Nationalmannschaft. "Ich glaube, dass Kimmich da schwer unter Druck kommt und dass sich die Kapitänsfrage dann irgendwann von selber erledigt, weil andere spielen", äußerte der ehemalige Nationalspieler und TV-Experte bei "Sky 90".

Seit den ersten Länderspielen unter dem neuen Bundestrainer Jürgen Klopp gibt es eine Diskussion über die Rolle und den Wert des FC Bayern München-Profis im DFB-Team. Hamann ist der Meinung, dass Kimmich als Rechtsverteidiger besser aufgehoben ist als im defensiven Mittelfeld.

Steht Kimmich vor dem Aus beim DFB?

Kimmich (31) wurde früher von Hansi Flick, Thomas Tuchel und Julian Nagelsmann als Rechtsverteidiger eingesetzt, argumentierte Hamann, "drei Trainer mit herausragenden Fähigkeiten". Der 53-Jährige fügte hinzu: "Und jetzt will mir einer sagen, dass er Weltklasse ist in der Mitte?" Auf die Bemerkung des "Sky 90"-Moderators Patrick Wasserziehr, dass der derzeitige Bayern-Trainer Vincent Kompany Kimmich auf der Sechs einsetze, entgegnete Hamann: "Weil er keine anderen hat." Kimmich sei daher neben Aleksandar Pavlovic gesetzt.

In der Nationalmannschaft sei die Konkurrenz jedoch größer, auch wegen des Dortmunders Felix Nmecha. "Für mich steht außer Frage, wenn wir morgen WM-Finale spielen, dass Pavlovic und Nmecha in der Mitte anfangen", so Hamann. Er habe im Sommer nach dem frühen WM-Aus sogar Kimmichs Rücktritt erwartet: "Wir sind jetzt viermal früh ausgeschieden, wie viele Chancen will er denn noch haben?", sagte Hamann mit Blick auf die WM 2018, 2022, 2026 und die EM 2024.