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WM 2026: Rassistische Geste bei Deutschland-Spiel? Schiri äußert sich


Autor: Agentur dpa

Houston, Dienstag, 16. Juni 2026

Um eine Geste von Video-Schiri Shaun Evans im Auftaktspiel der DFB-Elf ist eine heftige Diskussion entbrannt. Nun hat die FIFA den Unparteiischen entlastet.
In sozialen Netzwerken ist eine Diskussion um eine Handgeste des Schiedsrichters Evans während des WM-Spiels Deutschland gegen Curaçao entbrannt.


Update vom 16.06.2026: Aufregung um Handgeste bei Deutschland-Spiel: WM-Schiedsrichter erklärt sich

Eine Handgeste des australischen Unparteiischen Shaun Evans im Rahmen der Fernsehübertragung der WM-Partie zwischen Deutschland und Curacao hat im Nachgang für große Aufregung gesorgt. Der 38-Jährige, so der Vorwurf, habe bei der Vorstellung des VAR-Teams mit seinen Fingern das sogenannte "White Power"-Zeichen geformt.

In den sozialen Medien wurde die These, Evans habe mit der Geste vermeintlich ein rassistisches Weltbild zum Ausdruck gebracht, in erster Linie belächelt. Nun haben sich der Schiedsrichter und die FIFA zu Wort gemeldet.

Video:




"Ich möchte klarstellen, dass ich weder absichtlich eine Handgeste noch ein Symbol verwendet habe, um irgendeine Botschaft, Zugehörigkeit, ein Spiel oder eine Überzeugung zu vermitteln", wird Evans in einer FIFA-Mitteilung zitiert. "Natürlich verstehe ich, wie die Geste interpretiert wurde, und ich bedaure dies. Dennoch möchte ich unmissverständlich und kategorisch erklären, dass ich das besagte Handsymbol weder wissentlich noch absichtlich gezeigt habe", so Evans. Die Berichterstattung im Anschluss an diesen Vorfall spiegle "einfach nicht wider, wer ich bin".

Disziplinarkomitee untersucht Vorfall - und sieht von Konsequenzen ab

Wie der 38-Jährige erklärt, müsse es sich "bei der Bewegung um ein unwillkürliches, unterbewusstes Zucken" gehandelt haben, über das er sich "in diesem Moment gar nicht bewusst war, sie ausgeführt zu haben". Die FIFA hat mittlerweile klargestellt, dass es keine Konsequenzen geben wird. Das unabhängige Disziplinarkomitee habe die Angelegenheit geprüft und keinen Beweis für einen Verstoß gegen den FIFA-Disziplinarcode festgestellt, teilte die FIFA auf Anfrage der dpa mit. 

Ursprungsmeldung vom 15.06.2026: WM 2026: Zeigte Schiri beim Deutschland-Spiel rassistische Geste?

Eine Handgeste eines Video-Schiedsrichters hat bei der Fußball-WM für Aufsehen gesorgt. Während der TV-Übertragung des Spiels zwischen Deutschland und Curaçao (7:1) war der australische Unparteiische Shaun Evans kurz im Video-Schiedsrichterraum gezeigt worden.

In der Sequenz, die einige Sekunden dauerte, formte er mit dem Daumen und Zeigefinger einen Kreis und streckte die übrigen Finger aus. In sozialen Netzwerken wurde danach spekuliert, ob Evans ein Zeichen gemacht habe, das von rechtsextremen Gruppen als Symbol für "White Power" verwendet wird.

Videoschiri sorgt bei WM mit umstrittener Geste für Aufsehen

Der Weltverband FIFA sagte nach Angaben von The Athletic, den Vorfall zur Kenntnis genommen zu haben, äußerte sich jedoch zunächst nicht weiter dazu. Auch vom Schiedsrichter selbst gab es keine Stellungnahme.

Die Geste mit der Hand ist nicht eindeutig. Sie wird in vielen Ländern auch als "Okay"-Zeichen verwendet, vor allem bei jüngeren Menschen ist auch ein Spiel rund um die Geste bekannt: Formt einer das Handzeichen und schaut dann ein anderer in den geformten Kreis hinein, darf der Zeichengeber ihm spielerisch einen Schlag verpassen.

Gleichzeitig wird das Symbol aber auch seit einigen Jahren von rechtsextremen Gruppen genutzt. Dort gilt es als Zeichen für die angebliche Überlegenheit weißer Menschen. Das Antidiskriminierungsnetzwerk Fare kritisierte den Vorfall und forderte Konsequenzen.