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Teneriffa: Fußballer stirbt nach Horror-Foul - Mordkommission ermittelt


Autor: Alexander Milesevic, Agentur dpa

Santa Cruz de Tenerife, Mittwoch, 04. November 2026

Spaniens Fußball trauert um Teneriffa-Stürmer Jesús de Miguel. Der Profi wird überhart gefoult und erleidet einen Herzstillstand. Der Tod beschäftigt nun auch die Ermittlungsbehörden.
Auf einem Bildschirm ist vor dem Champions League-Spiel zwischen Atlético Madrid und dem FC Bayern München ein Porträt des gestorbenen Teneriffa-Spielers Jesús De Miguel zu sehen.


Update vom 04.11.2026: Tod von Miguel beschäftigt Mordkommission

Der erschütternde Tod des Fußballprofis Jesús de Miguel vom CD Teneriffa beschäftigt nun auch die Mordkommission der Nationalpolizei. Der 30 Jahre alte Stürmer erlitt nach einer ungestümen Attacke des gegnerischen Torwarts in der Nachspielzeit des Zweitliga-Heimspiels gegen den FC Andorra am Montag (2. November 2026) schwere Verletzungen und einen Herzstillstand. Am Morgen danach starb er im Krankenhaus. De Miguel hinterlässt seine Partnerin María und die gemeinsame Tochter Carla, die im Juni 2025 geboren wurde.

Wegen des Todesfalls nahm die Mordkommission der spanischen Nationalpolizei Ermittlungen auf. Der Fall stehe bereits unter gerichtlicher Aufsicht, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Ermittlerkreisen erfuhr. Zuvor hatten der staatliche TV-Sender RTVE und andere Medien unter Berufung auf die spanischen Behörden berichtet. Der Nachrichtenagentur AP zufolge wird wegen möglichen fahrlässigen Totschlags ermittelt.

Laut spanischen Medien geht aber Teneriffas Oberstaatsanwalt José Luis Sánchez-Jáuregui davon aus, dass ein Strafverfahren wegen des Spielgeschehens sehr unwahrscheinlich ist. Abzuwarten bleibt, ob de Miguels Familie eine Anzeige erstattet und zivilrechtlich klagt. Owono droht aber auf jeden Fall eine lange Sperre durch den spanischen Fußballverband RFEF.

Pokalspiele nach Tod von Jesús de Miguel verschoben

"Es tut mir in der Seele weh", schrieb der Ex-Weltmeister Gerard Piqué auf X. Der Andorra-Mitbesitzer hatte das Unglück vor Ort miterlebt. Auch zahlreiche aktive und ehemalige Fußballprofis, Vereine, Verbände und Politiker bekundeten der Familie und dem Club des Spielers ihr Beileid.

Rekordmeister Real Madrid und weitere Clubs unterbrachen sofort nach der Nachricht das Training für eine Schweigeminute. Der nationale Verband RFEF sprach von einem "Verlust, der nicht zu ersetzen ist". Sämtliche für Dienstag, Mittwoch und Donnerstag geplanten Pokalpartien im Männer- und Frauenfußball wurden verschoben.

Die Spielergewerkschaft AFE erinnerte daran, dass de Miguel Mitglied ihres Vorstands war. Sein Tod hinterlasse eine "enorme Lücke" bei allen, die seine Leidenschaft für den Fußball und sein Engagement für die Rechte der Spieler geteilt haben. "Die Sportwelt weint um de Miguel", titelte die Zeitung El Mundo. Der Präsident der Kanarischen Inseln, Fernando Clavijo, erklärte, der Tod des Fußballers schmerze ihn "zutiefst".

De Miguel auf dem Weg ins Krankenhaus wiederbelebt

Der FC Andorra äußerte sein Bedauern und Mitgefühl. "Mit gebrochenem Herzen und zutiefst erschüttert möchten wir der Familie von Jesús de Miguel, all seinen Weggefährten und Freunden sowie dem CD Teneriffa unser aufrichtiges Beileid aussprechen. Ruhe in Frieden", teilte der Verein mit. Die Anteilnahme ging auch über die Landesgrenzen hinaus. Der europäische Verband UEFA sowie zahlreiche internationale Clubs drückten ihr Beileid aus.

De Miguel war am Montagabend knapp hinter der Mittellinie vom herauseilenden Andorra-Torwart Jesús Owono gefoult worden. Nach dem Zusammenstoß krümmte sich der Angreifer vor Schmerzen auf dem Spielfeld. Für die Aktion sah Owono die Rote Karte. Die Spieler beider Teams wirkten vom Anblick des Verletzten erschüttert, der Schiedsrichter brach die Partie beim Stand von 2:2 ab.

Auf dem Weg ins Krankenhaus mussten die Rettungskräfte den Spieler dann wiederbeleben, wie es in einer ersten Mitteilung des Clubs hieß. Zu diesem Zeitpunkt atmete der Fußballer selbstständig, war jedoch bewusstlos. Am Tag danach, um 8 Uhr morgens, erlag der Profi seinen Verletzungen. "Es gibt keine tröstenden Worte; nichts kann diese unermessliche Trauer lindern", schrieb der CD Teneriffa. 

Familie und Verein bereiten sich auf Beerdigung vor

Am Dienstag hatten sich Hunderte Fans vor dem Krankenhaus versammelt, Kerzen angezündet und Blumen niedergelegt. Die Spieler versammelten sich dann am Abend gemeinsam mit zahlreichen Fans vor dem Stadiontor 9, der Rückennummer des Gestorbenen, um zu trauern. Auch Stars wie Cristiano Ronaldo, Lionel Messi und Spaniens Tennis-Ikone Rafael Nadal bekundeten in den sozialen Medien ihre Anteilnahme.

Jesús de Miguel wird laut Berichten spanischer Medien am Donnerstag beigesetzt. Die Zeremonie erfolgt nach der Überführung des Leichnams auf Wunsch der Familie in Navahermosa, dem Heimatort der Familie in der Provinz Toledo, berichtete unter anderem der größte spanische Radiosender Cadena SR.

In dem kleinen zentralspanischen Ort, etwa 130 Kilometer südwestlich von Madrid, werden auch seine Mannschaftskameraden, das Trainerteam und die Vereinsführung des Zweitligisten CD Teneriffa von ihm Abschied nehmen. Die Familie von de Miguel bedankte sich für die zahlreichen Beileidsbekundungen, bat jedoch laut Verein "von Herzen darum, ihre Privatsphäre in dieser schrecklichen Zeit uneingeschränkt zu respektieren".

Große Gedenkfeier für gestorbenen Fußballer Jesús de Miguel geplant

Am Samstag will sich Teneriffa dann im heimischen Heliodoro-Rodríguez-López-Stadion mit einer Gedenkfeier von de Miguel, der seine Partnerin María und die im Juni 2025 geborene Tochter Carla hinterlässt, verabschieden. Zu der Messe sind ab 18 Uhr alle Anhänger des Vereins eingeladen. 

"Es ist der schlimmste Tag meines Lebens", sagte Mehrheitsaktionär Rayco Garcia den spanischen Medien. "Wir leiden sehr, sehr, sehr. Das sind Dinge, die man kaum begreifen kann, so sehr man es auch versucht. Aber wir sind eine große Familie und werden das gemeinsam durchstehen."

Teneriffa rief eine sechstägige Trauerzeit aus und stellte alle Aktivitäten seiner Männer-, Frauen- und Jugendmannschaften bis Ende der Woche ein. Das für Samstag geplante Ligaspiel gegen Granada wurde verschoben. Auch der FC Andorra beantragte eine Verschiebung seines nächsten Spiels.

Auf Teneriffa war de Miguel Stütze des Teams und Liebling der Fans

Derweil nahm Andorras Lautaro Spatz seinen Teamkollegen Owono in Schutz. Dieser hatte am Dienstag seinen Instagram-Account deaktiviert, nachdem er massiv beschimpft worden war, unter anderem als Mörder. "Ihn hat das Geschehene zutiefst getroffen. Wer ihn kennt, weiß, was für ein Mensch er ist, wie sehr er in diesem Moment leidet, und dass er niemals absichtlich jemandem wehtun würde", schrieb Spatz in einer Instagram-Story. Auch der Fußballverband von Äquatorialguinea stellte sich hinter Owono. Der 25-Jährige befinde sich in einer Situation tiefer Trauer und Verzweiflung, hieß es.

Der in Madrid geborene De Miguel hatte sich seinen Weg in den Profifußball über mehrere unterklassige spanische Vereine erarbeitet. Nach Stationen unter anderem bei Unionistas de Salamanca und CD Castellón wechselte er im Sommer 2025 nach Teneriffa. Dort wurde er schnell zu einer wichtigen Stütze: Mit elf Toren trug er maßgeblich zum Aufstieg in die zweite Liga bei. Gleich zu Beginn seiner Zeit hatte er mit sechs Treffern in den ersten fünf Pflichtspielen einen Vereinsrekord aufgestellt.

Ursprungsmeldung vom 4.11.2026: Fußballer stirbt nach Horror-Foul mit nur 30 Jahren

Nach einem schweren Foul und einem Herzstillstand ist der spanische Fußballspieler Jesús de Miguel vom CD Teneriffa gestorben. "Es gibt keine tröstenden Worte; nichts kann diese unermessliche Trauer lindern", teilte der Zweitligist mit. De Miguel sei im Alter von 30 Jahren um 8 Uhr gestorben.

Der Angreifer hatte bei einem heftigen Zusammenstoß mit dem Torhüter Jesús Owono vom FC Andorra offenbar Kopfverletzungen erlitten und sich zunächst vor Schmerz gekrümmt. Auf dem Weg ins Krankenhaus hätten Rettungskräfte den Fußballer dann wiederbeleben müssen, hieß es in einer ersten Mitteilung zu seinem Zustand. Zu diesem Zeitpunkt atmete de Miguel selbstständig, war jedoch bewusstlos.

"Wir stehen an der Seite seiner trauernden Familie, seiner Angehörigen, ganz Teneriffas, das heute diesen grausamen Verlust betrauert", teilte der Club zum Tod weiter mit. "Die Familie von Jesús de Miguel ist für jede einzelne erhaltene Unterstützung dankbar und bittet gleichzeitig von ganzem Herzen um größtmögliche Achtung ihrer Privatsphäre in dieser schweren Zeit."

CD Teneriffa trauert um Jesús de Miguel - FC Andorra bekundet Beileid

Der Vorfall passierte sich in der Nachspielzeit des Spiels, als de Miguel in hohem Tempo kurz hinter der Mittellinie vom herausgesprinteten Andorra-Keeper gefoult wurde. Der Torhüter sah für die überharte Aktion sofort die Rote Karte. Die Spieler beider Mannschaften wirkten vom Anblick des verletzten Spielers erschüttert, der Schiedsrichter brach die Partie beim Stand von 2:2 ab.

CD Teneriffa sprach zunächst davon, dass der Zustand von de Miguel ernst, aber stabil sei. Am Dienstagmorgen (3. November 2026) teilte der Club dann mit: "Der medizinische Zustand von Jesús de Miguel hat sich neurologisch verschlechtert." Gut vier Stunden später informierte der Club über den Tod des Spielers.

Der FC Andorra äußerte sein Bedauern und Mitgefühl. "Mit gebrochenem Herzen und zutiefst erschüttert möchten wir der Familie von Jesús de Miguel, all seinen Weggefährten und Freunden sowie dem CD Teneriffa unser aufrichtiges Beileid aussprechen. Ruhe in Frieden", teilte der Verein mit.

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