Spanien ist Weltmeister: Hässliche Szenen nach WM-Finale gegen Argentinien
Autor: Agentur dpa
East Rutherford, Montag, 20. Juli 2026
Spanien entthront Titelverteidiger Argentinien und feiert seinen zweiten WM-Titel. Lionel Messi weint bittere Tränen. Vor der Siegerehrung gibt es ein Pfeifkonzert.
Spanien entthront Titelverteidiger Argentinien im WM-Finale und feiert seinen zweiten Weltmeister-Titel nach 2010.
Doch unmittelbar nach dem Spielende dominieren hässliche Szenen: Argentiniens Leandro Paredes hat sich nach dem Abpfiff des WM-Finals im Moment der 0:1-Niederlage gegen Spanien zu einer Tätlichkeit hinreißen lassen. Paredes griff bei Rangeleien Spaniens Gavi am Leibchen, traf ihn mit der Hand im Gesicht und schubste ihn zu Boden. Der Argentinier stand schon während des Spiels mit einer Gelben Karte vorbelastet kurz vor dem Platzverweis.
Experten erklären Paredes-Ausraster nach Niederlage gegen Spanien - "etwas durchgeknallt"
Ex-Nationalspielerin Tabea Kemme sagte als Expertin bei MagentaTV, bei Paredes sei "etwas durchgeknallt". Thomas Müller ergänzte, er selbst habe sich in ähnlichen Situationen immer mehr aufs Debattieren konzentriert, "da meine Stärken nie im Nahkampf lagen".
Die Spanier hatten das Finale in East Rutherford am Ende hochverdient mit 1:0 (0:0, 0:0) nach Verlängerung gegen die offensiv harmlosen Südamerikaner gewonnen. Deren Traum von der Titelverteidigung ist geplatzt. Superstar Messi war im Endspiel so gut wie kein Faktor.
Nach der Partie wird es mehrfach emotional. Messi vergießt bittere Tränen auf dem Rasen. US-Präsident Donald Trump und FIFA-Boss Gianni Infantino werden ausgepfiffen, mehrere spanische Spieler für ihre starken Leistungen beim XXL-Turnier ausgezeichnet. Das war das Wichtigste der WM-Nacht:
Messi kein Faktor, Torres schießt Spanien zum Titel
Spanien hat dank Ferran Torres die erneute Krönung von Argentiniens Superstar Messi verhindert und ist wie bereits 2010 Weltmeister. Zwei Jahre nach ihrem EM-Triumph sicherten sich die Iberer verdientermaßen auch den WM-Titel. Joker Torres traf in der 106. Minute.
Der 65 Jahre alte Luis de la Fuente gewann als ältester Trainer der WM-Historie den begehrten Goldpokal. Argentiniens Mittelfeldmann Enzo Fernández musste in der Nachspielzeit der regulären Spielzeit wegen eines Foulspiels mit Gelb-Rot vom Rasen. Die erste Verwarnung hatte er vom slowenischen Schiedsrichter Slavko Vincic wegen Reklamierens gesehen.