Beim VfL Wolfsburg läuft nichts mehr zusammen. Vier Tage nach dem bitteren Pokal-Aus in Mönchengladbach gibt es ein 0:1 gegen Freiburg. Die Bilder ähneln sich.
Die sportliche Krise des VfL Wolfsburg spitzt sich zu. Trotz bester Chancen verlor der ambitionierte Volkswagen-Club mit 0:1 (0:0) gegen einen harmlosen SC Freiburg.
Michael Gregoritsch nutzte in der 74. Minute eine von nur zwei Freiburger Chancen in dieser Partie. Was den Spielverlauf, die Chancenverwertung und die ergebnislose Dominanz angeht, erinnerte dieser nächste Rückschlag aus Wolfsburger Sicht an das Pokal-Aus bei Borussia Mönchengladbach am Dienstagabend.
Dort schieden die Wolfsburger im Achtelfinale durch ein Tor in der Nachspielzeit der Verlängerung aus. In der Fußball-Bundesliga hat der VfL nur eines der vergangenen acht Spiele gewonnen. Das erklärte Saisonziel Europapokal-Qualifikation ist somit in einem Wettbewerb schon gar nicht mehr zu erreichen und in der Liga bereits sieben Punkte entfernt. Bislang hat sich die Clubführung jedoch hinter den umstrittenen Trainer Niko Kovac gestellt.
Vor 20.146 Zuschauern machten die Wolfsburger gegen Freiburg genauso weiter, wie sie vier Tage zuvor in Mönchengladbach aufgehört hatten: Sie ließen selbst solche Gelegenheiten aus, bei denen es scheinbar schwerer ist, das Tor zu verfehlen, als es zu treffen.
In der 4. Minute jagte Mattias Svanberg den Ball nach einem schönen Doppelpass mit Jona Wind nur an die Latte. 20 Minuten später schoss Lovro Majer aus sechs Metern völlig unbedrängt über das Tor (24.).
Der 25 Jahre alte Kroate war vor der Saison für rund 25 Millionen Euro von Stade Rennes in Frankreich gekommen. Und zu den Angriffsflächen, die Trainer Niko Kovac vielen Fans und offenbar auch Teilen der Mannschaft bietet, zählt auch: Die komplett fehlende spielerische Entwicklung des VfL, obwohl der Kader im Sommer mit mehreren talentierten Offensivkräften wie Vaclav Cerny, Tiago Tomas und ganz besonders Majer verstärkt wurde.
Einen Kritikpunkt hat Kovac dafür angenommen. Denn der ständige und teils wilde Wechsel von Taktik und Personal ist erst einmal vorbei. Auch gegen Freiburg ließ der frühere Bayern-Coach seine Mannschaft in einem 3-4-2-1-System auflaufen. Kapitän Maximilian Arnold war in seinem 400. Pflichtspiel für den VfL wieder als Stütze im zentralen Mittelfeld dabei.