Schutz vor Einbruch: So wirkt dein Zuhause für Einbrecher unattraktiv
Autor: Kyrill Wunderlich
Deutschland, Donnerstag, 23. April 2026
Die Polizei verzeichnet erneut zehntausende Einbrüche in Deutschland. Laut den Versicherern waren es sogar 100.000 im Jahr 2025. Doch es gibt auch gute Nachrichten.
Rund 100.000 Wohnungseinbrüche zählten die deutschen Versicherer im vergangenen Jahr – deutlich mehr als die Polizei. In der bundesweiten polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) von 2025 stehen 82.920 (versuchte) Wohnungseinbrüche (Vorjahr 78.436 Fälle) zu Buche. Hinzu kommt wahrscheinlich eine hohe Dunkelziffer. Der Gesamtschaden durch Wohnungseinbrüche in Deutschland betrug 2025 rund 380 Millionen Euro, ein Anstieg zum Vorjahr um rund zehn Prozent. Der durchschnittliche Schaden pro Einbruch lag bei etwa 3850 Euro, was ebenfalls einen neuen Höchstwert darstellt.
Die unterschiedlichen Angaben von Polizei und dem Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) erklären sich darin, dass den Versicherern mehr Fälle gemeldet werden als der Polizei, etwa, wenn Sachschäden an der betroffenen Wohnung entstanden sind, aber nichts geklaut wurde. Gestohlen würden bei Einbrüchen vor allem Gegenstände, die sich gut weiterverkaufen ließen, etwa Schmuck oder elektronische Geräte wie Handys, Konsolen und Computerzubehör - und natürlich auch Bargeld.
Gelegenheit macht Diebe: Mechanische Sicherungen und Alarmanlagen nutzen
Die gute Nachricht bei all den beunruhigenden Zahlen ist: Schon mit ein paar einfachen Tipps und Tricks kannst du deine Wohnung oder dein Haus effektiv schützen. "Die Mehrzahl aller Einbrüche" geht auf Gelegenheitstäter zurück, erklärt die Polizeiliche Kriminalprävention. In Sekundenschnelle könne man Fenster und Türen mit gewöhnlichen Hebelwerkzeugen aufbrechen. Das Gegenteil von Gelegenheitstätern sind kriminelle Banden, die unter anderem Gaunerzinken verwenden, um zu signalisieren, ob eine Wohnung oder ein Haus für einen Einbruch geeignet ist.
Ganz banal und doch essenziell ist daher: Immer die Haustür abschließen. Auch dann, wenn du nur für ein paar Minuten außer Haus bist. Fenster, Balkon- und Terrassentüren sollten ebenfalls stets geschlossen sein, wenn du die Wohnung verlässt. Komplett geschlossen, nicht nur gekippt.
Wer sein Fenster gekippt lässt, geht ein doppeltes Risiko ein: Einerseits wird Kriminellen ein leichterer Zugang ermöglicht. Kommt es dann tatsächlich zum Einbruch, weigern sich zudem viele Versicherungen, für den verursachten Schaden zu bezahlen.
Schutz vor Einbrechern - weitere effektive Tipps
Für weiteren Schutz vor Einbrechern empfiehlt die Polizei Bayern zudem diese Präventionsmaßnahmen:
- Verstecke deinen Schlüssel niemals draußen (beispielsweise im Blumentopf oder unter der Fußmatte). Gib lieber einen Ersatzschlüssel bei Verwandten, Bekannten oder Nachbarn ab, auf den du im Notfall zurückgreifen kannst.
- Schließe deine Tür immer zweifach ab. Lass sie nicht nur ins Schloss fallen.
- Achte auf Fremde in deinem oder auf dem Nachbargrundstück.
- Wechsle deinen Schließzylinder aus, wenn du einen deiner Schlüssel verlierst.