Vorgeschnittenes Obst - wer besser darauf verzichten sollte
Autor: Karin Seibold
Deutschland, Donnerstag, 22. Oktober 2026
Geschnitten und abgepackt - was praktisch erscheint, ist bei Obst und Gemüse nicht immer die beste Wahl. Wer auf solche sogenannten Fresh Cut-Produkte verzichten sollte und warum.
Äpfel und Melonen, aber auch die verschiedensten Salate: Viele Obst- und Gemüsesorten sind von Natur aus von einer schützenden Schicht umgeben, die Keime abhält: Von Schalen oder großen Blättern, die den Inhalt umschließen. Entfernt man diesen Schutz, schneidet man das Obst und Gemüse und verpackt es klein geschnitten in Plastik- oder anderem Verpackungsmaterial, wird es empfänglicher gegen Keime jeder Art. Davor warnt jetzt erneut das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR). Die Bundeszentrale für Ernährung (BZfE) erklärt: Es komme auf die richtige Kühlung und einen zügigen Verzehr an.
Wer gar keine vorgeschnittenen Obst- und Gemüse-Produkte essen sollte
Vor allem "Risikogruppen", also besonders alte oder junge Menschen sowie schwangere Frauen oder vorerkrankte Menschen, sollten besser auf den Verzehr von solch scheinbar leckeren und vitaminreichen Häppchen verzichten, rät das BfR. Und schreibt: "Obst und Gemüse können beim Anbau, beim Transport und bei der Lagerung unter mangelnden hygienischen Umständen mit krankmachenden Bakterien verunreinigt werden." Solche Verunreinigungen könnten sich bei "Fresh-Cut-Produkten" leichter vermehren – und dann schnell zum Problem für anfällige Menschen werden.
Worauf alle anderen beim Verzehr von Fresh-Cut-Produkten achten sollten
Wichtig sei für alle, auf die Herstellerangaben zum Mindesthaltbarkeitsdatum zu achten und vor dem Verzehr eine durchgehende Kühlung der Produkte sicherzustellen, heißt es vonseiten der BZfE. Die Experten raten zudem, auch als "verzehrfertig" gekennzeichnete Salate selbst noch einmal zu waschen.
Grundsätzlich geht die Empfehlung aber ohnehin in Richtung eigener Zubereitung: Obst und Gemüse selbst sauber waschen und klein schneiden und dann abgedeckt im Kühlschrank aufbewahren, bis es gegessen wird. So, heißt es, ließe sich das Risiko von Lebensmittelinfektionen am besten verringern – und der Verpackungsmüll halte sich auch in Grenzen.
Das ist das liebste Gemüse der Deutschen
Laut Bundesamt für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) isst ein Deutscher etwa 170 Kilo Gemüse im Jahr. Besonders beliebt dabei: Tomaten mit fast 28 Kilo Pro-Kopf-Verbrauch. Auf Platz zwei schaffen es Karotten mit rund 11 Kilo und Speisezwiebeln mit ebenfalls rund elf Kilo.