Trendgetränk Matcha: Inhalt und Geschichte der Teespezialität
Autor: Karin Seibold
Deutschland, Freitag, 23. Oktober 2026
Matcha ist voll im Trend. Der grün-leuchtende Tee gilt derzeit als absolutes In-Getränk – auch in Deutschland. Weltweit, teilt der Teeverband mit, spiegelt sich die große Nachfrage auch in den Produktionszahlen wider. Die sind von 2024 auf 2025 um über 70 Prozent gestiegen. Aber was hat es damit auf sich?
Matcha ist gemahlener Grüntee. Besonders gerne wird er laut Teeverband als Matcha Latte mit Milch oder pflanzlichen Milchalternativen getrunken. Das Pulver wird zudem gern in Speiseeis, Schokolade oder Desserts verwendet.
Matcha - beliebter als Earl Grey und Darjeeling
Matcha gehört zu den Schwarz- und Grüntees. Laut Statistik des Teeverbandes machen diese Tees im Vergleich der konsumierten Teesorten gut 30 Prozent in Deutschland aus, knapp 70 Prozent fallen auf die Kräuter- und Früchtetees. Insgesamt werden demnach mehr als 87.000 Tassen Tee pro Minute in Deutschland getrunken. Im Bereich Schwarz- und Grüntee liegt dabei Matcha derzeit in Sachen Beliebtheit auf Platz eins, noch vor Earl Grey, Darjeeling, Sencha und English Breakfast. Am beliebtesten im Segment der Kräuter- und Früchtetees sind übrigens vor allem Pfefferminze und Minze, gefolgt von Kamille, Rote-Früchte-Mischung, Ingwer und Fenchel-Anis-Kümmel.
Achtsamkeit und Ruhe kurz mal für Zwischendurch?
Der Hype um Matcha setzt sich demnach weiter fort. "In Japan verknappt sich die Verfügbarkeit, bei uns steigt dank Matcha unter anderem auch der Außer-Haus-Konsum von Tee", weiß man beim Teeverband. Doch wie gesund ist Matcha wirklich? Und: Stecken Schadstoffe drin? Das haben die Verbraucher von Ökotest jetzt unter die Lupe genommen.
Insgesamt 18 Matchas, alle in Bio-Qualität, haben sie untersucht. Viele der Produkte sind demnach empfehlenswert, heißt es. Dennoch sollte man, raten die Verbraucherschützer, Matcha nur in Maßen genießen: Denn das Labor hat Gehalte an Aluminium und Mineralölbeständen nachgewiesen, die kritisiert werden.
Matcha ist eigentlich kein Getränk für "schnell mal zwischendurch". Denn es ist - wohl aus China nach Japan geschwappt - eng mit der japanischen Tee-Zeremonie verbunden, die im 15. und 16. Jahrhundert in den Zen-Klöstern entstand. Dabei ging es um Ruhe und Achtsamkeit - und nicht um ein schnelles Getränk auf dem Weg von A nach B. Dennoch hat der Trend auch in Deutschland mittlerweile seinen Einzug gehalten: Laut einer You-Gov-Umfrage hat mehr als jeder dritte Befragte schon mal ein Matcha-Produkt gekauft.
Der Matcha-Konsum steigt weltweit massiv
Sicher ist laut Tagesschau: "Der Matcha-Konsum steigt weltweit. Seit 2018 wächst der weltweite Absatz im Durchschnitt um mehr als fünf Prozent. Lag der Marktwert von Matcha 2023 noch bei knapp 2,9 Milliarden US-Dollar, erwarten Experten bis 2028 ein Wachstum auf 4,7 Milliarden Dollar."
Hojicha könnte der neue Tee-Trend werden
Der nächste Trend könnte übrigens laut Teeverband Hojicha - ausgesprochen etwa "Ho-dschi-tscha" - heißen: ein gerösteter Grüntee aus Japan, der sich durch ein mild-nussiges Aroma auszeichnet. Es bleibt spannend.