"SMS des Todes" bedroht Android-Handys - Tipps, wie Sie jetzt handeln sollten
Autor: Karin Seibold
Deutschland, Sonntag, 01. November 2026
Eine neue Sicherheitlücke bedroht Android-Handys auf gefährliche Art. Kommt es zum Ernstfall, lässt eine unsichtbare Kurznachricht, "SMS des Todes" genannt, das Handy abstürzen, unterbricht Anrufe und will den Besitzer in den Wiederherstellungsmodus bringen.
Wie der Sicherheitsforscher Mark Blaszczyk laut heise.de herausgefunden und veröffentlicht hat, betrifft die Schwachstelle "SMS des Todes" offenbar Android-Versionen 12 bis 17. Auslöser der Sicherheitslücke ist dann eine einfache, für den Nutzer sogar unsichtbare SMS. Was dann passiert, ist gruselig: Das Handy stürzt ab und verlangt ein Zurücksetzen auf Werkseinstellungen oder einen aufwendigen Wiederherstellungsvorgang. Doch das sollten Sie auf keinen Fall tun.
Wie Blatzky erklärt, handelt es sich um „einen ferngesteuerten, Zero-Click-Denial-of-Service-Angriff mit anhaltender Wirkung“. Heise.de schreibt dazu: "Wenn der Fehler nicht behoben werde, starte das Smartphone etwa alle 90 Sekunden neu und zeige eine Aufforderung zum Löschen der Daten im Wiederherstellungsmodus an. Ein unbedarfter User könne dadurch gezwungen sein, das Gerät auf die Werkseinstellungen zurückzusetzen, also alle Daten zu löschen, um es wieder nutzbar zu machen."
Tipps, wie man im Ernstfall reagieren sollte
Doch was sollten betroffene Nutzer jetzt machen?
- Statt das Gerät auf die Werkseinstellungen zurückzusetzen und somit alle Daten zu löschen, um es wieder benutzen zu können, sollte man sich laut der Nachrichtenagentur dpa Profi-Hilfe holen.
- Eine Widerherstellung ist über eine PC-Verbindung zum Smartphone möglich.
- Dabei muss das Entwicklertool Android Debug Bridge (ADB) auf dem PC installiert und genutzt werden.
- In der Wiederherstellungsaufforderung sollte man nur keinesfalls „Wipe data“ auswählen, sonst seien alle Daten auf dem Gerät verloren.
Google hat offenbar schon reagiert
Laut dem Internetriesen Google gibt es für die Android-Versionen 14 bis 17 schon seit Anfang Oktober ein Sicherheitsupdate. Bei Android 12 oder 13 schaut es schlechter aus - auf älteren Geräten könnte die Sicherheitslücke vorerst bestehen bleiben, es sei denn, Hersteller entwickeln selbst passende Patches.
Um das Problem von vornherein auszuschließen, sollten Handybesitzer regelmäßig die empfohlenen Sicherheitsupdates auf ihre Smartphones spielen, heißt es. Dazu können Sie einfahc unter "System/Software" nachsehen, ob Aktualisierungen vorliegen.
Weil der "SMS des Todes"-Angriff, wie die Experten erklären, über sogenannte WAP-Push-SMS erfolgt, ist er für den Nutzer im Zweifel völlig unsichtbar. Laut dpa handelt es sich bei WAP-Push um ein veraltetes System, mit dem Mobilfunkbetreiber versteckte Anweisungen an Mobiltelefone senden können, ohne dass Nutzer aktiv werden müssen. So können beispielsweise von der Idee her Einstellungen des Netzbetreibers übernommen werden.