Monsieur Cuisine für 249 Euro: Der Vergleich mit dem Thermomix
Autor: Jasmin Linsner, Johanna Bauer
, Donnerstag, 03. Sept. 2026
Zwischen dem Monsieur Cuisine compact und dem Thermomix TM7 liegen 1.300 Euro. Auf der Arbeitsfläche dagegen kaum ein Unterschied. Für den Küchenalltag sind deshalb Topfgröße, Reinigung und Zubehör mindestens genauso wichtig wie der Preis.
Thermomix oder günstiger? Die Frage kommt bei Küchenmaschinen schnell auf. Der aktuelle TM7 kostet 1.549 Euro, Lidl bietet den Monsieur Cuisine compact für 249 Euro an. Dazwischen steht der größere Monsieur Cuisine smart für 499 Euro. Beim Preis trennen Compact und Thermomix Welten. Auf der Küchenzeile sieht das überraschend anders aus. Denn im Alltag zählt nicht nur, wie viele Programme eine Maschine beherrscht. Sie braucht Platz, der Topf muss zur Haushaltsgröße passen und nach dem Essen wartet die Reinigung. Auch Zubehör kann aus einem günstigen Angebot schnell ein etwas teureres machen. Die spannendere Frage lautet deshalb: Was bekommst du für 249 Euro – und an welchen Stellen merkst du den niedrigeren Preis wirklich? Der Name klingt nach Platzsparer. Gegenüber dem größeren Monsieur Cuisine smart stimmt das auch. Beim Thermomix fällt der Unterschied allerdings überraschend klein aus: Der Moniseur Cuisine Compact* misst rund 40,1 × 24,7 × 29,3 Zentimeter. Der Thermomix TM7 kommt auf etwa 40,5 × 25,3 × 33,6 Zentimeter und braucht damit fast dieselbe Grundfläche. Mit maximal 1,5 Litern eignet sich der Compact laut Lidl für ein bis drei Portionen. Der Funktionsumfang fällt für 249 Euro trotzdem ordentlich aus: Kochen, Anbraten, Dampfgaren, Mixen, Kneten, Zerkleinern, Sous-vide und Emulgieren gehören dazu. Lidl zählt insgesamt acht Funktionen. Eine Waage wiegt Zutaten direkt im Topf in Ein-Gramm-Schritten bis drei Kilogramm. Beim Mixen arbeitet der Compact mit 500 Watt, bis zu 500 Gramm Teig sind möglich. Temperatur und Zeit können auch direkt am Gerät eingestellt werden. Der größte Unterschied zu den teureren Modellen steckt in der Bedienung. Rezepte laufen nicht vollständig über ein großes Display an der Maschine, sondern über die Monsieur-Cuisine-App auf dem Smartphone. Dort stehen mehr als 400 Rezepte bereit, außerdem gibt es Einkaufslisten, Wochenplanung und Favoriten. Fast alle Zubehörteile dürfen in die Spülmaschine. Der Dampfgaraufsatz kostet allerdings 24,99 Euro extra. Mit ihm steigt der Gesamtpreis auf knapp 274 Euro. Der Monsieur Cuisine Smart* kostet 499 Euro und braucht mehr Platz, bietet dafür aber drei Liter Füllmenge für etwa zwei bis sechs Portionen. Für Familien ist das bereits ein deutlicher Vorteil. Technisch macht er gegenüber dem Compact ebenfalls einen größeren Sprung. Lidl nennt 16 Funktionen und Automatikprogramme. Dazu gehören neben Kochen, Mixen und Kneten auch Pürieren, Eierkochen, Fermentieren, Slow Cooking, Sous-vide, Dampfgaren und ein eigenes Reinigungsprogramm. Auch Smoothies und Anbraten haben eigene Programme. Das Guided Cooking läuft direkt auf dem 8-Zoll-Touchdisplay. Mehr als 1.000 Rezepte stehen bereit, bei ausgewählten Gerichten gibt es sogar Video Guided Cooking. Die Waage reicht bis fünf Kilogramm, beim Mixen stehen 1.000 Watt Leistung zur Verfügung. WLAN, Wochenplaner, Einkaufslisten und eine Sprachsteuerung über Google Assistant gehören ebenfalls dazu. Der Smart kommt dem Thermomix damit funktional schon deutlich näher als der Compact. Gleichzeitig bleibt ein praktischer Vorteil gegenüber dem TM7: Mit drei Litern bietet er den größten nutzbaren Mixtopf der drei Geräte. Auch der Dampfgaraufsatz gehört bereits zum Lieferumfang. Der Thermomix TM7* kostet 1.549 Euro und fasst 2,2 Liter. Sein größter Vorteil liegt nicht bei der Größe, sondern bei der Bedienung und den zusätzlichen Funktionen. Grundlegende Aufgaben wie Mixen, Kneten, Dampfgaren oder Slow Cooking beherrscht auch der Monsieur Cuisine smart. Der TM7 bietet darüber hinaus mehr als 30 Modi und Funktionen, darunter offenes Kochen, Andicken und Karamellisieren. Mit Zubehör kann er außerdem schneiden, reiben und spiralisieren. Das sind keine Funktionen, die jeder täglich braucht. Für Saucen kann ein automatisches Andicken praktisch sein, beim Braten oder bei empfindlichen Zutaten bietet das offene Kochen mehr Kontrolle. Schneiden und Reiben ersetzen mit dem passenden Zubehör weitere Küchengeräte. Der zweite große Unterschied steckt im Rezeptsystem. Auf dem 10-Zoll-Display stehen über Cookidoo mehr als 100.000 Rezepte bereit. Die Maschine führt direkt durch die einzelnen Schritte und passt bei vielen Rezepten Zeit, Temperatur und Einstellungen vor. Der Aufpreis steckt damit weniger in den Grundlagen. Suppe kochen, Teig kneten oder Gemüse zerkleinern können auch die Lidl-Geräte. Beim Thermomix bezahlt man vor allem für die größere Rezeptwelt, mehr Spezialprogramme und eine enger verzahnte Bedienung. Der Monsieur Cuisine compact passt vor allem zu Singles und Paaren, die eine günstige Küchenmaschine für die wichtigsten Aufgaben suchen. Für 249 Euro deckt er Kochen, Mixen, Kneten und Zerkleinern ab, bei Rezepten läuft die Anleitung über das Smartphone. Der Monsieur Cuisine smart bietet mit drei Litern Füllmenge mehr Platz, zusätzliche Automatikprogramme und Guided Cooking direkt auf dem Display. Damit ist er vor allem für Familien und größere Portionen interessant. Der Thermomix TM7 bietet die größte Rezeptauswahl und die meisten Zusatzfunktionen, kostet dafür aber deutlich mehr. Wer häufig nach Anleitung kocht und möglichst viele Funktionen in einem Gerät bündeln möchte, bekommt hier den meisten Komfort. Für die Entscheidung zählt deshalb vor allem, wie viele Portionen regelmäßig gekocht werden und wie wichtig Display, Automatikprogramme und Rezeptvielfalt im Alltag sind.
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