Petitionen für den McRib: Fans wollen Burger bei McDonalds retten
Autor: Stefan Lutter
Deutschland, Donnerstag, 22. Oktober 2026
Dass McDonald’s den McRib auf das Abstellgleis schiebt, möchten einige Fans nicht klaglos hinnehmen. Derzeit laufen zwei Petitionen mit dem Ziel, den Burger-Klassiker zur retten.
Der McRib verschwindet nach über drei Jahrzehnten aus dem Standardsortiment von McDonald's Deutschland, doch die Fans geben sich nicht kampflos geschlagen. Zwei Online-Petitionen fordern, den beliebten Schweinefleisch-Burger dauerhaft im Programm zu halten. Als Übergangslösung sind vorübergehend der McRib Sweet Heat sowie der McFarmer erhältlich, beide jedoch nur zeitlich begrenzt. Auch deshalb verraten wir, wie man den McRib selbst machen kann.
McRib-Aus: Letzter Verkauf am 27. Oktober 2026 und erste Fan-Reaktionen
Wie im Kundennewsletter mitgeteilt, kann das bekannte Sandwich nur noch bis Dienstag, 27. Oktober 2026, bestellt werden. Ab dem darauffolgenden Tag fehlt der McRib im regulären Angebot. In dem Newsletter bezeichnete der Konzern den McRib zum Abschied als "echte Ikone" – entsprechend enttäuscht reagieren Fans in den sozialen Medien; ein Nutzer schrieb: "Der McRib war der Hauptgrund, wieso ich zu Mecces gegangen bin."
Von "echt traurigen McDonald's-News" ist laut den Berliner Fast-Food-Experten vom "Junkfood-Guru" auf Facebook die Rede. In einem Kurzvideo (über 42.000 Follower) heißt es: "Bye bye, McRib. Traurig, aber wahr: McDonald's schafft den Kult-Burger ab". Am 27.10. heißt es demnach "zum letzten Mal ein McRib, bitte".
Einige Fans hätten das Ende des McRib laut dem über 1300 Mal kommentierten Facebook-Reel "ja schon befürchtet, nach dem Abschied des McChicken Original". Den Hintergrund bildet die Umstellung beim McChicken: Seit dem 30. September 2026 hat McDonald's Deutschland den früheren "McChicken Classic" (mit langem Brötchen) durch einen neuen, runden McChicken ersetzt. Er wird auf der Produktseite als "neuer juicy McChicken" beworben. Auch bei Sammlern sorgt der Konzern für Gesprächsstoff: Die Coca-Cola-Gläser von McDonald’s gibt es seit dem 4. Mai 2026 nur noch exklusiv über die McDonald's-App mit einem Doppelpack-Coupon. Eine Kundin rechnet vor, dass alle sechs Gläser zusammen 84 Euro kosten, was viele Sammler enttäuscht.
McRib-Fans starten Petitionen: Über 2000 Unterschriften für den Burger-Klassiker
Widerstand gegen das McRib-Aus formierte sich bereits am 13. Oktober. Auf große Resonanz stößt die Petition "McDonald's - Behaltet den McRib im Programm". Der Plattform openPetition zufolge läuft sie bis zum 4. Dezember 2027. Mit 2308 Unterschriften sind bereits mehr als 92 Prozent des Sammelziels von 2500 erreicht (Stand: 22. Oktober 2026, 14.30 Uhr). "Der McRib muss ein fester Bestandteil der McDonald’s-Speisekarte in Deutschland bleiben!", lautet die Forderung an McDonald's Deutschland, der Burger sei eine "kulinarische Kultfigur". Die Initiatoren warnen vor einem Verlust, wie ihn Fans in anderen Ländern erlebt hätten: "Deutschland war stets der Zufluchtsort für McRib-Liebhaber weltweit." Für die Fangemeinde sei die Entfernung aus dem Standardmenü daher "unakzeptabel".
Über 1000 Menschen haben auf der Open-Petition-Seite bereits einen Kommentar zum Thema hinterlassen. Mal fällt er knapp aus ("Der MC Rib muss bleiben"), mal familiär ("Für mein Vater, er liebt Mcrib"), mal begeistert: "Weil das ein mega geiler burger is zudem er nich verschwinden darf." Ein Nutzer aus Bergkamen sortiert sein Ranking der Favoriten gleich mit: erst McRib, dann Big Mac, dann McChicken. Es gibt jedoch auch Gegenstimmen, etwa die Ansicht, ohne McRib gebe es keinen Grund mehr für den Besuch – "besser für die Gesundheit und der Geldbörse". Eine Stellungnahme von McDonald's zu den Petitionen war auf beiden Seiten nicht zu finden, ob der Protest etwas bewirkt, bleibt daher offen.
Laut der Petitionsplattform Change.org startete dort ebenfalls am 13. Oktober die Petition "Rettet den McRib! – Unseren Lieblingsburger dauerhaft bei McDonald’s Deutschland erhalten" online. Gestartet hat sie Markus Oellers. Er fordert, den klassischen McRib dauerhaft im Sortiment zu behalten oder zumindest "eine regelmäßige und langfristige Verfügbarkeit sicherzustellen". Der Burger gehöre "für viele von uns einfach zu McDonald’s", heißt es zur Begründung, sein "einzigartiger Geschmack" mache ihn zu einem Burger, "den kein anderer ersetzen kann". Der Zuspruch bleibt hier bislang überschaubar: Stand Donnerstag, 22. Oktober 2026, zählt die Seite 172 verifizierte Unterschriften, immerhin 74 allein in der laufenden Woche.