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Nach Extrem-Preissturz: Discounter machen Butter wieder teurer


Autor: Strahinja Bućan

Deutschland, Freitag, 06. März 2026

Zuletzt lieferten sich die Discounter einen erbitterten Preiskampf um die Butter. Nun heißt es wohl wieder Rolle rückwärts.


Der Dauer-Preissturz bei der Butter ist nun wohl vorbei. Mit Aldi hat der erste Discounter den Butterpreis wieder hochgeschraubt, die Konkurrenz ist umgehend nachgezogen. Davon berichtete die Lebensmittelzeitung am Freitag (6. März 2026).  

Horrend ist der Preisanstieg bisher aber nicht. Die 250-Gramm-Packung Butter kostet nun wieder 1,19 Euro, wie das Branchenblatt berichtet. Zuvor lag sie für 99 Cent in den Kühlregalen. Laut der LZ war die Preiserhöhung von Experten bereits erwartet worden, da die Notierungen für Butter zuletzt wieder gestiegen waren. Wer Angst vor Extrem-Preisen hat, kann Butter gerne einfrieren - einen Punkt sollte man dabei aber beachten.

Butter wieder teurer - Discounter ziehen nach beispiellosem Preissturz wieder an

Durch den Ukraine-Krieg und weitere Faktoren war der Butterpreis zunächst rasant gestiegen. Anfang 2025 zahlten Kundinnen und Kunden für die 250-Gramm-Packung der Discounter-Eigenmarken noch weit über zwei Euro. Im Laufe des vergangenen Jahres lieferten sich Aldi und Lidl schließlich einen massiven Preiskampf rund um das Lebensmittel, der im Dezember mit 99 Cent pro Viertelkilo seinen Höhepunkt erreichte. 

Vor allem mit der letzten Runde der Preissenkungen zog insbesondere Lidl den Unmut der Milchbauern auf sich - es kam stellenweise sogar zu Protesten. "Dumpingpreise, die ganze Wertschöpfungsketten gefährden, dürfen keine akzeptierte Marktstrategie sein", hieß es damals unter anderem vom Bayerischen Bauernverband (BBV). Die Discounter selbst konterten die Kritik und argumentierten mit einem Überangebot auf dem Markt. 

Die hohe Volatilität des Butterpreises ergibt sich aus einem empfindlichen Zusammenspiel von Angebot und Nachfrage auf dem Milchmarkt. Ein entscheidender Faktor ist die saisonal und konjunkturell schwankende Milchmenge, die von den Landwirten geliefert wird. Gleichzeitig kann auch der Fettgehalt in der Rohmilch variieren, was die für die Butterherstellung verfügbare Menge direkt beeinflusst.

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