Heizkosten sparen: Warum du mit dem Einschalten nicht zu lange warten solltest
Autor: Elisabeth von Sydow
Deutschland, Dienstag, 20. Oktober 2026
Die Temperaturen sinken, doch viele Menschen zögern aus Angst vor hohen Heizkosten, die Heizung einzuschalten. Dabei kann zu langes Warten sogar problematisch werden. Entscheidend ist vor allem, wie alt und gut gedämmt das Gebäude ist. Experten nennen konkrete Temperaturgrenzen, an denen du dich orientieren kannst.
Sobald die Außentemperaturen sinken, stellt sich die Frage: noch durchhalten oder die Heizung einschalten? Für viele Menschen ist das keine reine Komfortentscheidung. Wer zu lange wartet, riskiert ein ungünstiges Raumklima – wer zu früh und zu intensiv heizt, gibt unnötig Geld aus. Wir erklären, ab welchen Temperaturen das Heizen ökonomisch und gesundheitlich sinnvoll ist und welche Faktoren dabei eine Rolle spielen. Zusätzlich gibt es Tipps, wie man die Heizsaison optimal vorbereitet und die Effizienz der Heizanlage steigert.
An anderer Stelle erläutern wir, wie drei einfache Checks helfen können, die Heizung effizient und zuverlässig auf die Heizsaison vorzubereiten.
Ab wann heizen? Diese Außentemperaturen gelten für Altbau und Neubau
Eines vorweg: Einen festen Starttermin für die Heizsaison gibt es in Deutschland nicht. Entscheidend sind vielmehr der Zustand des Gebäudes, die Raumtemperaturen und die Luftfeuchtigkeit. Mit den richtigen Richtwerten lassen sich Komfort, Gesundheit und Geldbeutel besser unter einen Hut bringen.
Ob sich das Heizen bereits lohnt, hängt vor allem davon ab, wie gut Ihr Zuhause gedämmt ist. In einem unsanierten Altbau geht Wärme schneller verloren als in einem modernen Neubau. Die Beratungsgesellschaft co2online empfiehlt deshalb folgende Außentemperaturen als Orientierung:
- Für Gebäude vor 1977 liegt der Richtwert bei etwa 15 bis 17 Grad Celsius,
- für Häuser aus den Jahren 1977 bis 1995 bei 14 bis 16 Grad.
- Bei Gebäuden ab 1995 genügen meist 12 bis 15 Grad,
- Niedrigenergiehäuser kommen oft mit 11 bis 14 Grad aus.
- In einem Passivhaus kann Heizen teilweise erst ab 9 bis 11 Grad sinnvoll sein.
Diese Werte sind jedoch keine starren Vorgaben. Ein nach 1995 errichtetes Haus kann beispielsweise zugleich ein Niedrigenergiehaus sein. Achten Sie daher auch darauf, ob sich Wände, Fensterscheiben oder Ecken deutlich kalt anfühlen – das kann auf Wärmeverluste hindeuten.
Wie kalt darf es in der Wohnung werden? Diese Raumtemperaturen empfehlen Experten
Für ein wohliges Raumklima raten die Verbraucherzentralen, Wohn- und Schlafräume während der Heizperiode nicht unter 16 bis 18 Grad Celsius abzukühlen. In der Regel empfinden Menschen Temperaturen zwischen 18 und 22 Grad als angenehm. Im Bad kann aber durchaus etwas mehr geheizt werden.