Gelber Sack: Diese Abfälle gehören hinein – Liste von A bis Z
Autor: Stefan Lutter
Deutschland, Mittwoch, 28. Oktober 2026
Mülltrennung bleibt für viele ein Rätsel. Wir klären, welche Leichtverpackungen in Gelbe Tonne und Gelben Sack gehören und wo regionale Regeln gelten.
Ein Joghurtbecher in der Hand, zwei Tonnen vor der Tür – und schon beginnt das große Grübeln. Bei der Mülltrennung entscheidet nicht selten das Bauchgefühl, ob Verpackungen in die Gelben Säcke oder in den Restmüll wandern. Dabei steckt hinter den Leichtverpackungen ein klares System, das dem Recycling und damit der Nachhaltigkeit dient: Saubere Trennung hilft, den Energie- und Ressourcenverbrauch zu reduzieren. Wie Gelbe Tonne und Gelber Sack funktionieren und welche Irrtümer sich hartnäckig halten, zeigt die folgende Übersicht.
Was in den Gelben Sack gehört: Mythen und Irrtümer bei der Mülltrennung
Rund um die Frage, was in den Gelben Sack gehört und was nicht, ranken sich zahlreiche Mythen. Wer weiß zum Beispiel, dass Steingutflaschen in den Gelben Sack gehören? Wie die Verbraucherschutzorganisation Verbraucherzentrale erklärt, sind sie als Verpackung über die Gelbe Tonne zu entsorgen. Umgekehrt kommt auch nicht alles, was aus Plastik ist, per se in den Gelben Sack: Die Gelbe Tonne sei "ausschließlich für die Sammlung von Verkaufsverpackungen aus Kunststoff, Metall oder Verbundmaterialien gedacht", so der Entsorgungsverband Saar (EVS).
Auch der Grüne Punkt auf Verpackungen sorgt für Missverständnisse: Verpackungen mit dem Zeichen gehören dem Naturschutzbund Deutschland (NABU) zufolge entweder in die Gelbe Tonne, ins Altpapier oder ins Altglas. Welcher dieser Wege der richtige ist, verrät der Punkt nicht, denn er zeigt lediglich, dass sich der Hersteller an der Finanzierung der Verpackungsentsorgung beteiligt. Das Zeichen schaffe "eher Verwirrung als Hilfestellung zur Mülltrennung", betont der Verband.
Oft werden vermeintliche Fakten mit urbanen Mythen vermischt, sodass am Ende keiner mehr die genaue Antwort kennt. Falsch sortierte Verpackungen, sogenannte Fehlwürfe, landen in der Sortieranlage bei den Sortierresten und stören das Recycling: Aus Fehlwürfen wie Turnschuhen oder Staubsaugerbeuteln "kann selbst die leistungsfähigste Sortieranlage keinen Neukunststoff gewinnen", betont die Zentrale Stelle Verpackungsregister (ZSVR), die das Verpackungsrecycling in Deutschland kontrolliert, Unsere Übersicht von A bis Z klärt deshalb die häufigsten Irrtümer und zeigt, was zu den Leichtverpackungen zählt.
Leichtverpackungen richtig entsorgen: Diese Regeln gelten für Gelbe Tonne und Gelben Sack
Dabei ist die Regel eigentlich klar formuliert: Alles, was im Laden an Verpackungen über die Theke geht, kommt in den Gelben Sack und in die farbgleiche Tonne. Die korrekte Bezeichnung dafür lautet Leichtverpackungen (LVP), also Verpackungen aus Kunststoff, Aluminium, Weißblech oder Verbundmaterialien wie Getränkekartons.
Voraussetzung für ein hochwertiges Kunststoffrecycling ist eine saubere Trennung. Es gibt jedoch auch einige Dinge, die nicht im Gelben Sack entsorgt werden sollten. Die folgende Liste zur richtigen Mülltrennung zeigt, was hineingehört und was nicht, wie das Duale System Der Grüne Punkt, einer der Organisatoren der Verpackungssammlung in Deutschland, erklärt:
Gelber Sack: Diese Abfälle gehören hinein (A bis Z)
- Arzneimittelblister
- Buttermilchbecher
- Butterwickler
- Eisverpackungen (Kunststoff)
- Getränkekartons
- Holzschachteln und -kistchen
- Joghurtbecher und -deckel
- Konservendosen
- Menüschalen von Fertiggerichten
- Milchbeutel (Kunststoff)
- Nudeltüten
- Schokokusskarton
- Schokoladen-Alufolie
- Senf-, Mayo-, Ketchup-Eimer (Kunststoff)
- Shampooflaschen (Kunststoff)
- Spraydosen
- Spülmittelflaschen (Kunststoff)
- Speiseölflaschen (Kunststoff)
- Steingutflaschen
- Styroporverpackungen (z. B. von Elektrogeräten)
- Suppentüten
- Tierfutterdosen
- Zahnpastatube