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Den Rasen perfekt auf den Winter vorbereiten: So geht's


Autor: Karin Seibold

Deutschland, Donnerstag, 29. Oktober 2026

Der Herbst ist da, die Temperaturen sinken und sinken. Doch wann ist der beste Zeitpunkt, den Rasen ein letztes Mal zu mähen? Und wie wintert man ihn am besten ein? Dr. Harald Nonn, beruflicher Rasen-Experte von der Deutschen Rasengesellschaft im Ruhestand, gibt drei Tipps.
Der Rasen wird nur schonend abgeschnitten, wenn der Mäher in Ordnung ist. Der Herbst ist der ideale Zeitpunkt, um ihn zu pflegen und für die Einlagerung vorzubereiten.


Das Gras ist immer da grüner, wo man es besonders liebevoll pflegt: Drei Viertel der Gartenbesitzer mähen laut dem Magazin Gartenpraxis ihren Rasen regelmäßig – die meisten davon sogar mindestens einmal pro Woche. Das, so heißt es, habe schon im Jahr 2019 das "Stihl Garten-Barometer" nach einer repräsentativen Umfrage ergeben.

Rasenpflege im Herbst: So gelingt das letzte Mähen vor dem Winter

Bis heute dürfte sich daran nicht viel geändert haben, weiß Harald Nonn. Im Gespräch mit der Mediengruppe Bayern gibt er drei Tipps, wie das geliebte Grün derzeit am besten für den Winter vorbereitet wird:

  1. Laub entfernen und Photosynthese ermöglichen: Damit die letzten intensiven Sonnenstrahlen in diesen Tagen noch auf die Halme und Blätter im Rasen fallen können, ist es wichtig, störendes Laub zu entfernen, sagt Harald Nonn. Nur so sei es möglich, dem Rasen noch einen letzten Energieschub im Herbst mitzugeben.
  2. Ein letztes Mal mähen: Zu lang, sagt Nonn, sei der Rasen, wenn er schon sieben oder acht Zentimeter erreicht habe. Dann sei es wieder einmal an der Zeit, den Rasenmäher anzuwerfen. Auf dreieinhalb bis vier Zentimeter Länge sollte man die Halme dann trimmen – und das, bis die Bodentemperatur die Acht-Grad-Marke unterschreitet. Denn dann, erklärt der Experte, stoppt das Längenwachstum der Halme, und sie nehmen in ihrer Länge deutlich weniger zu. Unter fünf Grad Bodentemperatur hört das Längenwachstum dann komplett auf, weiß Nonn. Gemäht wird so lange, wie es etwas zu mähen gibt.
  3. Bevor der Schnee das Grün überdeckt, ist aber nochmal eine Düngung notwendig. Als Herbstdüngung rät Nonn zu Düngern mit viel Kalium. Denn Kalium stärkt die Zellwände der Gräser und macht sie so widerstandsfähiger gegen Kälte. Außerdem werden sie dadurch auch weniger anfällig für Pilzkrankheiten. 

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Sobald diese drei Tipps beherzigt sind, kann der Schnee getrost kommen – und das sommerliche Grün mit Weiß überdecken. Erst, wenn die Temperaturen dann wieder warm genug für weiteres Rasenwachstum werden – in Bayern ist das laut Nonn ab Mitte oder Ende März der Fall –, muss der Rasenmäher wieder ausgewintert werden.

Auch dann ist eine Düngung zu empfehlen, vermehrt mit Stickstoff in diesem Fall. Der wichtige Nährstoff hilft dem Rasen, wieder frisch zu wachsen und zu strahlen – und vor der eigenen Haustür noch ein bisschen grüner zu leuchten als vor der des Nachbarn.