Wandern auf Madeira: Neue Gebühren ab 2026 und strengere Regeln
Autor: Julia Gebhardt
Funchal, Mittwoch, 04. März 2026
Die portugiesische Blumeninsel Madeira gilt als Wanderparadies im Atlantik. Doch ab 2026 werden für die beliebten Routen Gebühren fällig – und Wildcamping bleibt verboten.
Zerklüftete Vulkanklippen, die steil ins türkisblaue Meer abfallen. Üppige Lorbeerwälder, durch die sich schmale Pfade schlängeln. Leuchtend bunte Blütenpracht, soweit das Auge reicht. Madeira, die portugiesische Insel mitten im Atlantischen Ozean, ist ein Naturparadies, das Wanderbegeisterte aus aller Welt magisch anzieht. Die legendären Levadas – jahrhundertealte Bewässerungskanäle, die sich durch die spektakuläre Landschaft ziehen – haben die Blumeninsel zu einem der beliebtesten Wanderziele Europas gemacht.
Doch wer 2026 die Wanderschuhe schnürt, erlebt eine Überraschung: Die Insel hat Gebühren für ihre Wanderwege eingeführt.
Beliebte Urlaubsinsel verschärft Regeln: Bußgeld von bis zu 250 Euro droht
Mitten im Atlantischen Ozean, rund 1000 Kilometer westlich der portugiesischen Küste, liegt ein Fleckchen Erde, das fast unwirklich scheint: Madeira. Die portugiesische Insel, oft als "Blumeninsel" oder "Perle des Atlantiks" bezeichnet, begeistert Besucherinnen und Besucher aus aller Welt mit einer atemberaubenden Naturkulisse – von zerklüfteten Vulkanklippen über üppige Lorbeerwälder bis hin zu blühenden Gärten in leuchtendem Rot und Violett.
Was die autonome Region Madeira so besonders macht, ist die einzigartige Kombination aus mildem Klima, das das ganze Jahr über herrscht, wilder Natur und einer lebendigen Kultur, die portugiesische Tradition mit atlantischer Weltoffenheit verbindet.
Ob beim Wandern entlang der legendären Levadas – den jahrhundertealten Bewässerungskanälen –, beim Genuss eines Glases einheimischen Madeira-Weins oder beim Blick von den schroffen Gipfeln des Pico Ruivo über das endlose Blau des Ozeans: Die Insel hinterlässt einen bleibenden Eindruck – auch bei unserer Autorin, die dort im Herbst 2025 wandern war.
Inselparadies Madeira macht Wanderwege kostenpflichtig
Im Oktober, dem Mangomonat, zeigt sich die Blumeninsel von ihrer schönsten Seite. Alles blüht und es fühlt sich von der Temperatur und den Sonnenstunden an wie Spätsommer in Italien. Doch obgleich Madeira wegen der faszinierenden Landschaft zu Recht als Wanderparadies gilt, sind die Rahmenbedingungen dort für outdoorbegeisterte Touristen und Backpacker nicht ideal. Denn Madeira verfügt über eine Reihe geschützter Land- und Meeresgebiete – insgesamt sind derzeit etwa zwei Drittel der Gesamtfläche der Insel Madeira als Schutzgebiet ausgewiesen. Viele Wanderrouten führen damit unweigerlich durch die geschützten Gebiete.
Wildcamping ist deswegen streng verboten. Gleichzeitig gibt es auf der Insel nur wenige Areale, in denen Camping erlaubt ist – und der Aufenthalt dort erfordert frühzeitige Planung, denn die Camp Spots müssen vorab über die offizielle Portalseite von Madeira gebucht werden. Teilweise sind die zur Verfügung stehenden Plätze durch das begrenzte Angebot allerdings schon Wochen oder sogar Monate vorher ausgebucht.