Iran-Krieg treibt Urlaubspreise: Kerosin verteuert Reisen 2026
Autor: Stefan Lutter
Deutschland, Freitag, 20. März 2026
Der Iran-Krieg lässt die Kerosinpreise explodieren. Airlines erhöhen massiv die Ticketpreise, während Reiseveranstalter vor weiteren Kostensteigerungen warnen.
Der Traum vom Sommerurlaub 2026 könnte deutlich teurer werden als gedacht. Während der Iran-Krieg im Nahen Osten eskaliert, schießen die Kerosinpreise in bisher ungekannte Höhen – von 85 auf bis zu 200 Dollar pro Barrel. Airlines weltweit reagieren bereits: Thai Airways erhöht die Ticketpreise um 15 Prozent, die Lufthansa Group verlangt auf manchen Strecken bis zu 2.600 Euro Treibstoffzuschlag zusätzlich. Reiseveranstalter wie Dertour warnen vor unvermeidbaren Preissteigerungen, die sich über alle Urlaubsziele erstrecken werden. Besonders hart trifft es die Golfregion und den Nahen Osten.
Tausende deutsche Urlauber mussten bereits aus Krisengebieten zurückgeholt werden, Reiseveranstalter streichen Flüge und Hotels. Doch die Deutschen lassen sich ihre Reiselust nicht nehmen: Statt Dubai oder Ägypten buchen sie nun verstärkt Spanien und Griechenland. Die Buchungszahlen bleiben stabil, auch wenn die Straße von Hormus – durch die 20 Prozent des weltweiten Öltransports fließen – die Preise weiter in die Höhe treibt. Experten rechnen damit, dass die Kosten noch monatelang auf hohem Niveau bleiben werden.
Iran-Krieg macht Urlaub teurer: Reiseanbieter prognostiziert höhere Preise
Der militärische Konflikt im Nahen Osten verändert die Reisebranche grundlegend. Urlauber weichen auf alternative Destinationen aus, während steigende Kerosinpreise die Kosten in die Höhe treiben. Trotz der angespannten Lage bleibt die Reiselust der Deutschen jedoch bemerkenswert stabil.
Die Treibstoffkosten für Flugzeuge haben sich dramatisch entwickelt. Christoph Debus, Geschäftsführer des Reiseveranstalters Dertour, warnte gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa) vor den Folgen: "Im Moment geht der Kerosinpreis nach oben. Wenn das auf diesem Niveau bleibt, wird sich das über die Zeit auch auf die Reisepreise auswirken."
Die Zahlen sind alarmierend. Kerosin kostete vor Kriegsbeginn etwa 85 bis 90 Dollar je Barrel – mittlerweile sind die Preise auf 150 bis 200 Dollar pro Barrel gestiegen, wie Onvista berichtet.
Fluggesellschaften erhöhen Preise
Airlines weltweit reagieren bereits mit Preiserhöhungen:
- Thai Airways kündigte Preissteigerungen von 10 bis 15 Prozent an
- Air New Zealand erhöhte Langstreckenflüge um 90 neuseeländische Dollar
- Cathay Pacific verdoppelte ihre Treibstoffzuschläge auf allen Routen, so Airliners.de
- Die Lufthansa Group verlangt bei Returnflügen in der First Class von Nordamerika bis zu 2.600 Euro zusätzlich, wie Reisetopia berichtet