Hüttenpreise & Alternativen: So teuer ist der Skiurlaub wirklich
Autor: Redaktion, Stefan Lutter
Europa, Montag, 02. Februar 2026
Steigende Preise für Skipässe und Hütten sorgen für Diskussionen in den Dolomiten. Wintersportfans suchen zunehmend nach günstigeren Alternativen wie Bansko.
Die Dolomiten – ein Sehnsuchtsort für Skifahrer, Genussmenschen und Gipfelstürmer. Doch während perfekt präparierte Pisten und spektakuläre Bergkulissen locken, geraten die Preise immer mehr ins Visier: Skipässe, Ausrüstung und besonders die Hüttenpreise sorgen auf und neben der Piste für hitzige Diskussionen. Ein Sandwich für 17,50 Euro? Für viele Wintersportfans ist das längst kein Einzelfall mehr, sondern ein Sinnbild für steigende Kosten und den Wandel im Skiurlaub.
Winterspaß mit Preis-Schock: Sandwich für 17,50 Euro
In den italienischen Skiregionen Arabba und Alta Badia, die für perfekt präparierte Pisten und spektakuläre Bergkulissen bekannt sind, entzündet sich derzeit eine Preisdiskussion. Die Gebiete gelten als äußerst beliebt – und als entsprechend teuer. Nicht nur der Skipass verlangt Wintersportlern einiges ab, auch die Einkehr zur Mittagszeit geht spürbar ins Geld. Ein Skifahrer hat seinem Ärger darüber in einer Facebook-Gruppe Luft gemacht und damit eine breite Debatte angestoßen.
In der Gruppe "Quelli che si svegliano presto per andare a sciare" ("Diejenigen, die früh aufstehen, um Skifahren zu gehen") schildert Nutzer Matteo P. seinen Skitag in Arabba und Alta Badia und zeigte sich vor allem über die Preise auf einer Hütte empört. Für ein einfaches Sandwich mit Wurst und Käse sowie eine Dose Cola habe er auf der Hütte Rifugio Bec de Roces insgesamt 17,50 Euro bezahlt.
Besonders ärgerlich sei für ihn gewesen, dass dieselbe Bestellung in der vorherigen Saison deutlich günstiger gewesen sei, seiner Einschätzung nach rund 50 Prozent weniger. Für viele Leser war das der Auslöser, eigene Erfahrungen und Meinungen zu teilen.
Skifahren wird Luxus? So teuer ist der Winterurlaub in den Dolomiten wirklich
Unter dem Beitrag sammelten sich zahlreiche zustimmende Kommentare. Mehrere Nutzer warfen den Hüttenwirten vor, die Preise überzogen zu erhöhen. Ein Kommentator argumentierte, dass selbst unter Berücksichtigung gestiegener Rohstoff- und Transportkosten nur ein minimaler Aufpreis gerechtfertigt sei. Eine Preiserhöhung um mehrere Euro lasse sich seiner Ansicht nach nur damit erklären, dass man gezielt ein wohlhabenderes Publikum ansprechen wolle: weniger Gäste, höhere Umsätze pro Person und gleichzeitig geringere Betriebskosten.
Andere Stimmen schlugen jedoch einen deutlich nüchterneren Ton an. Mehrere Nutzer erinnerten daran, dass Skifahren nie ein günstiges Freizeitvergnügen gewesen sei. Skipass, Ausrüstung, Anreise, Parken und Hüttenbesuche summierten sich seit jeher zu hohen Gesamtkosten. Da es sich beim Skifahren weder um ein Grundbedürfnis noch um eine Notwendigkeit handle, müsse man sich diesen Sport leisten können – oder bewusst darauf verzichten. Einige Kommentierende gingen sogar noch weiter und verwiesen auf die vollen Pisten: Solange die Nachfrage so hoch sei, hätten die Wirte keinen Grund, ihre Preise zu senken. Inzwischen ist die Kommentarfunktion unter den Post deaktiviert.
Das Rifugio Bec de Roces (auf Google Maps) befindet sich im Dolomitengebiet von Venetien, nahe des bekannten Skigebiets Arabba. Der Gastronomiebetrieb liegt auf etwa 2160 Metern Höhe zwischen dem Passo Campolongo und Arabba, direkt an den Skipisten der Sellaronda, einer der bekanntesten Skirundtouren der Dolomiten. Im Winter liegt die Hütte direkt an den Pisten des Skigebiets Arabba-Marmolada und ist Teil der berühmten Sellaronda, einer der bekanntesten Skirundtouren der Alpen, die vier Dolomitenpässe miteinander verbindet. Die Region zieht Skifahrer aus ganz Europa an und ist für ihre spektakulären Panoramen und erstklassigen Wintersportmöglichkeiten bekannt. Im Sommer nutzen Wanderer und Mountainbiker die Hütte als Rast- und Übernachtungsmöglichkeit, da sie ein idealer Ausgangspunkt für Touren im UNESCO-Welterbe Dolomiten ist.