Direktflug ab Nürnberg: Günstige Reisestadt schlägt Palma und Paris
Autor: Jimmy Franz
Portugal, Mittwoch, 04. März 2026
Billiges Essen, eiskaltes Bier, traumhafte Sonnenuntergänge: Diese Stadt solltet ihr im Sommer unbedingt besuchen. Flüge gibt es günstig ab Nürnberg.
Zwischen dem rauen Atlantik und den Hügeln des Douro-Tals erstreckt sich Portugals zweitgrößte Stadt Porto. Die Stadt ist mittlerweile Zentrum einer Metropolregion, die über Jahrzehnte aus eigenständigen Gemeinden zusammengewachsen ist: Matosinhos, Vila Nova de Gaia, Gondomar, Maia. Sie alle tragen heute das Label „Porto", haben aber ihren eigenen Charakter behalten. Genau das spürt man beim Durchstreifen: Innerhalb von Minuten wechselt man von belebten Einkaufsstraßen in stille Wohnviertel, wo Wäsche zwischen Azulejo-Fassaden hängt, und die Zeit ein anderes Tempo hat. Porto ist kein kompaktes Postkartenstädtchen. Es ist organisch gewachsen und gelegentlich unübersichtlich.
Dazu kommt der Atlantik. Nur wenige Kilometer westlich liegt Matosinhos, direkt mit der Metro erreichbar. Der Strand dort ist nicht nur Touristenstrand, sondern ein gelebter Alltag. Fischer, Surfer, Grillrestaurants mit fangfrischem Fisch. Besonders beeindruckend: die langen Holzstege, die weit über das Wasser hinausragen und den Blick auf den offenen Ozean freigeben. Wer weiter südlich läuft, erreicht den Strand von Foz do Douro. Dieser Strand ist ruhiger, etwas feiner und man hat Blick auf die Flussmündung. Dort, wo der Douro auf den Atlantik trifft.
Porto wird immer beliebter: Sommerflüge montags und donnerstags ab Nürnberg
Dass Porto heute zunehmend beliebter wird, hat einen klaren Grund: Günstige Fluglinien haben die Stadt für Wochenendreisende aus ganz Europa geöffnet – auch ab Nürnberg gibt es montags und donnerstags preiswerte Direktverbindungen mit Ryanair. Was lange ein absoluter Geheimtipp war, ist heute spürbar lebendiger. Und trotzdem: Porto hat seinen Charakter nicht verloren. Wer bereit ist, nur eine Gasse abzubiegen oder nur eine Metro-Station weiterzufahren, findet ihn noch.
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Das ikonischste Bauwerk ist die Ponte Dom Luís I, die die Altstadt mit der Gemeinde Vila Nova de Gaia verbindet. Was viele nicht wissen: Sie wurde von Théophile Seyrig entworfen, einem Schüler von Gustave Eiffel – dem Architekten des Pariser Eiffelturms. Die Handschrift ist unverkennbar – filigranes Eisengitterwerk, für die damalige Zeit (1881–1886) eine technische Sensation. Oben fährt die Straßenbahn, unten überqueren Fußgänger und Autos den Fluss. Der Blick auf die historische Altstadt gehört zum Besten, was Porto zu bieten hat. Ebenfalls ein Muss beim Sightseeing ist Sé do Porto, die romanische Kathedrale aus dem 12. Jahrhundert, die erhöht über dem Douro thront und deren markante Silhouette bereits aus der Ferne den Weg weist.
Wer früh morgens kommt, hat die Anlage fast für sich allein und erlebt Porto in einer stillen, goldenen Stunde. Wer durch die Innenstadt schlendert, stößt irgendwann auch auf die Capela das Almas. Die gesamte Außenfassade ist mit rund 15.000 Azulejo-Kacheln bedeckt, die Szenen aus dem Leben der Heiligen zeigen. Kulinarisch wird es in der Markthalle Mercado do Bolhão, die nach jahrelanger Renovierung wieder in altem Glanz erstrahlt. Frische Meeresfrüchte, Weine aus dem Douro-Tal – und ein Stand, der Pasta frisch aus dem ausgehöhlten Parmesanlaib serviert, am besten begleitet von einem Glas Weißwein (Vinho Verde).
Gratis-Geheimtipp: Musik und eiskaltes Bier am Flussufer
Auf der anderen Seite des Douro liegt Vila Nova de Gaia, das eigentliche Zuhause des Portweins. Die großen Lodges wie Sandeman oder Graham's bieten Führungen und Verkostungen an, die Seilbahn hinauf entlohnt mit dem wohl schönsten Panoramablick zurück auf Porto.
Weniger bekannt ist das Treiben direkt unter der Brücke, am Flussufer.
Abends zieht es die Menschen dorthin, es gibt eiskaltes Bier bei Garagenhändlern. DJs legen Musik auf – und ehe man sich versieht, wird getanzt. Kein organisiertes Event und auch keine Eintrittsgebühr.