Brenner-Autobahn: Ende Mai kommt es besonders dick
Autor: Stefan Lutter
Deutschland, Mittwoch, 06. Mai 2026
Am Brenner verdichten sich Baustellen, Sperrungen und Ausweichverbote zu einem massiven Verkehrsproblem. Ende Mai erreicht die Lage ihren vorläufigen Höhepunkt.
Schon seit Monaten gilt die Brenner-Autobahn als sensible Strecke, doch nun verschärft sich die Lage spürbar: Auf der A13 sorgt die Baustelle an der Luegbrücke weiter für Engpässe, während zusätzliche Sperrungen, Ausweichverbote und Staurisiken die Fahrt nach Österreich und Italien erschweren. Vor allem rund um den Brenner wird die Reise mit dem Auto damit zunehmend zur Belastungsprobe.
Besonders kritisch wird es Ende Mai 2026, wenn der Brennerkorridor zeitweise gesperrt wird und sich die ohnehin angespannte Verkehrslage weiter zuspitzt. Wer Richtung Süden fährt, muss in den kommenden Wochen und Monaten auf der Brenner-Autobahn mit Störungen, Sperrungen, Stau und stockendem Verkehr rechnen.
Brenner-Autobahn vor dem Kollaps: Das droht Urlaubern im Süden
Die Fahrt Richtung Süden bleibt auf der Brenner-Achse in den kommenden Wochen und Monaten ein Geduldsspiel. Der heikelste Punkt ist weiterhin die Luegbrücke auf der A13 in Tirol: Dort wird der Verkehr seit Anfang 2025 aus statischen Gründen grundsätzlich nur einspurig pro Richtung geführt, weil das Bauwerk entlastet werden muss. Laut ASFINAG, der für die Fernstraßen in Österreich zuständigen Autobahnen- und Schnellstraßen-Finanzierungs-Aktiengesellschaft, läuft die Ersatzneuerrichtung in mehreren Etappen, weshalb die Einschränkungen noch über Jahre spürbar bleiben dürften.
Besonders brisant ist der Kalender rund um die großen Reisewellen. Für 2026 hat die ASFINAG erneut einen Fahrkalender veröffentlicht, nach dem an stark belasteten Tagen auf der Luegbrücke zeitweise zwei Fahrstreifen in einer Richtung bereitgestellt werden können, um Staus abzufedern. Trotzdem bleibt das System fragil; dem Fahrkalender der ASFINAG zufolge kann schon hohes Verkehrsaufkommen zu massiven Verzögerungen führen.
Zusätzliche Belastung kommt schon im Mai. Wie der Österreichische Automobil-, Motorrad- und Touring Club (ÖAMTC) berichtet, starten Anfang Mai Fahrbahnsanierungen auf der Luegbrücke; tagsüber stand beziehungsweise steht dabei zeitweise nur ein Fahrstreifen pro Richtung zur Verfügung, während die Hauptarbeiten nachts stattfinden. Das verschärft die Lage auf einer Route, die ohnehin längst als Nadelöhr gilt.
Ende Mai droht der härteste Einschnitt
Dann folgt der Termin, der in diesem Jahr besonders herausragt: Am 30. Mai 2026 ist der Brennerkorridor nach Angaben der Behörden gesperrt. Wie das Bundesland Tirol verlautet, ist es an diesem Tag nicht möglich, den Brennerkorridor zu nutzen; eine lokale Ausweichmöglichkeit gebe es nicht. Zugleich wird auch vor den Tagen davor und danach vor erheblichen Verkehrsauswirkungen gewarnt.
Damit verdichtet sich die Verkehrslage zu einem regelrechten Problemknäuel. Wer Ende Mai Richtung Österreich oder weiter nach Italien unterwegs ist, muss nicht nur mit der Vollsperre am 30. Mai rechnen, sondern auch mit Ausweichverkehr, Rückstaus und einer Überlastung benachbarter Strecken. Der deutsche ADAC warnt ebenfalls davor, dass rund um den Brenner massives Verkehrschaos droht.