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WhatsApp: Massive Änderung angekündigt - das musst du wissen


Autor: Julian Drescher

Deutschland, Mittwoch, 15. April 2026

WhatsApp ändert bald, wie du mit anderen in Kontakt trittst. Die neue Funktion klingt nach mehr Datenschutz - hat aber einen Haken, den Cyberkriminelle ausnutzen könnten.
Allerdings birgt diese Änderung bei WhatsApp Gefahren.


Wer bei WhatsApp mit Fremden schreibt, hat bisher ein Problem: Die eigene Telefonnummer ist für jeden Gesprächspartner sichtbar. Wer chattet, gibt sie automatisch preis. Das soll sich bald grundlegend ändern.

Meta, der Konzern hinter WhatsApp, Instagram und Facebook, führt in diesem Jahr Nutzernamen für WhatsApp ein. Statt einer Handynummer sollen Nutzer dann einen frei wählbaren Namen als Kontakt-Identifikation verwenden können. Das Ganze ist laut dem auf WhatsApp-Entwicklungen spezialisierten Portal WABetaInfo bereits in fortgeschrittener Testphase - und soll bis Juni 2026 für alle Nutzer verfügbar sein.

Was sich bei WhatsApp ändert - und was du dafür tun musst

Den Nutzernamen legst du künftig direkt in den WhatsApp-Einstellungen fest, ähnlich wie bisher den Anzeigenamen. Laut Informationen, die WhatsApp im Zuge der Ankündigung an Unternehmenspartner weitergegeben hat und die WABetaInfo ausgewertet hat, gelten für den Namen dabei folgende Vorgaben:

  • Er muss zwischen drei und 35 Zeichen lang sein
  • Er muss mindestens einen Buchstaben enthalten
  • Er darf nur Kleinbuchstaben, Zahlen, Punkte und Unterstriche umfassen
  • Web-Adressen wie ".de" oder "www." sind nicht erlaubt

Wer seinen Nutzernamen gewählt hat, kann ihn statt seiner Telefonnummer teilen - zum Beispiel in Gruppen, bei Online-Verkäufen oder im Kontakt mit Unbekannten. Die Handynummer bleibt dabei im Hintergrund und ist für den Gesprächspartner nicht sichtbar. Wer grundsätzlich mehr Kontrolle darüber will, was sein Smartphone im Hintergrund tut, sollte wissen, was der grüne Punkt in der Statusleiste bedeutet.

Ob du den Nutzernamen nutzen musst, ist laut WABetaInfo offen - die Funktion soll als optionales Datenschutz-Feature eingeführt werden. Du kannst also weiterhin über deine Nummer erreichbar bleiben, wenn du das willst. Etwas zu tun musst du nur, wenn du aktiv von der neuen Funktion profitieren willst: einen Nutzernamen anlegen und ihn statt deiner Nummer teilen.

Mehr Datenschutz durch den Nutzernamen - oder doch nicht?

Auf den ersten Blick wirkt die Änderung wie ein klarer Gewinn für die Privatsphäre. Die Telefonnummer bleibt verborgen, was vor Spam und unerwünschten Kontaktversuchen schützen kann. Doch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) warnt ausdrücklich davor, identische Nutzernamen plattformübergreifend zu verwenden. Denn Angreifer könnten erkennen, dass verschiedene Accounts derselben Person gehören, und so ein umfassendes Profil aus Daten verschiedener Plattformen zusammensetzen.

Bei WhatsApp ist dieses Risiko besonders konkret: Denn WhatsApp gehört wie Instagram und Facebook zum Meta-Konzern. Laut dem Portal WABetaInfo müssen Nutzer ihre Konten aktiv verknüpfen und ihre Identität bestätigen, wenn ein Nutzername auf einer der Meta-Plattformen bereits vergeben ist. Wer deswegen überall denselben Namen verwendet, liefert Kriminellen eine direkte Verbindung zwischen seinen Profilen auf gleich drei der meistgenutzten Plattformen der Welt. 

Ein einzigartiger WhatsApp-Nutzername, den du nirgendwo sonst verwendest, ist dabei der einfachste erste Schritt für mehr Datenschutz. Wer generell einen kritischen Blick auf seine Handy-Einstellungen werfen will, kann damit zum Beispiel auch den Akku deutlich länger halten. Wenn du deine Lieblingsapp noch schneller öffnen möchtest, kannst du das über einen versteckten Knopf auf der Rückseite deines Samsung-Handys tun.

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