"Ludwig" mit Pornomails: Hacker will Bitcoins erpressen - das steckt hinter der Warnung
Autor: Redaktion
Bamberg, Donnerstag, 17. Januar 2019
Derzeit kursieren vermehrt Erpressermails. Darin fordert der Absender 2000 Euro in Bitcoins. Wer nicht bezahlt, riskiert angeblich die Herausgabe pikanter Videoaufnahmen. Neu ist die Masche nicht. Doch was genau steckt dahinter?
"Das ist meine letzte Warnung!" Wer in seinem E-Mail-Postfach eine E-Mail mit diesem Titel findet, hat einen Erpresserbrief erhalten. Die Forderung: 2000 Euro in der Krypto-Währung Bitcoins in 72 Stunden an eine bestimmte Bitcoin-Adresse - oder an alle Freunde geht ein Video, das den Empfänger beim angeblichen Pornoschauen und Masturbieren zeigt.
Möglich gemacht haben soll die Aufnahme ein Trojaner-Programm auf dem Computer, das der Absender namens "Ludwig" selbst entwickelt haben will.
Erpressermasche ist bei der Polizei schon bekannt
Eine Erpressermasche, die der Polizei bekannt ist. Neu ist die Masche nicht. Bereits vor zwei Jahren tauchten erste Erpressermails auf - in englischer Sprache. Im Januar 2018 gerieten zusätzlich auch deutsche Textversionen in Umlauf. Wahrscheinlich - so mutmaßt die Polizei - erhoffen sich die Täter, dass die Erpressermails dadurch mehr beachtet werden.
So könnte eine solche Erpressermail laut Polizei Niedersachsen aussehen:
Beispielmail:
"Guten Tag, Masturbieren ist natürlich normal, aber wenn deine Familie und Freunde davon zeugen, ist es natürlich eine große Schande. Masturbieren ist natürlich normal, aber wenn deine Familie und Freunde davon zeugen, ist es natürlich eine große Schande. Ich habe dich eine Weile beobachtet, weil ich dich in einer Werbung auf einer Porno-Website durch einen Virus gehackt habe. Wenn Sie das nicht wissen, werde ich es erklären. Ein Trojaner gibt Ihnen vollen Zugriff und Kontrolle über einen Computer (oder ein anderes Gerät). Das bedeutet, dass ich alles auf Ihrem Bildschirm sehen und Ihre Kamera und Ihr Mikrofon einschalten kann, ohne dass Sie es bemerken. So habe ich auch Zugang zu all deinen Kontakten. Ich habe ein Video gemacht, das zeigt, wie du auf der linken Bildschirmhälfte masturbierst und auf der rechten Hälfte siehst du das Video, das du gerade angesehen hast. Auf Knopfdruck kann ich dieses Video an alle Kontakte Ihrer E-Mail und Social Media weiterleiten. Wenn Sie dies verhindern möchten, überweisen Sie einen Betrag von 500 EUR auf meine Bitcoin-Adresse.
Schritt 1: Gehen Sie zu coinbase.com und erstellen Sie ein Konto.