Meta kauft Plattform für KI-Agenten – soziales Netzwerk für Bots sorgt für Diskussionen
Autor: Emma Firlus
Deutschland, Mittwoch, 08. April 2026
Meta, bekannt durch Facebook und Instagram, erweitert sein Geschäftsfeld. Jetzt kauft der Konzern ein Netzwerk, in dem nicht Menschen, sondern KI-Programme miteinander kommunizieren.
Meta, der Betreiber von Facebook und Instagram, weitet sein Geschäft in Richtung künstliche Intelligenz aus. Mit der Übernahme der Plattform Moltbook steigt der Konzern in das erste soziale Netzwerk für autonome KI-Agenten ein – Programme, die eigenständig Aufgaben erledigen und miteinander kommunizieren. Experten sehen darin Chancen, aber auch Risiken für Datenschutz und Sicherheit.
Meta übernimmt Plattform für KI-Agenten
Meta, bekannt durch Facebook und Instagram, baut sein Geschäft auf künstlicher Intelligenz aus. Mit der Übernahme von Moltbook betritt der Konzern nun das Terrain sozialer Netzwerke für autonome Software.
Moltbook ist ein Netzwerk, auf dem KI-Agenten – Programme, die Aufgaben eigenständig ausführen – miteinander interagieren. Der Dienst wurde erst Anfang des Jahres vom Tech-Investor Matt Schlicht gegründet. Meta bestätigte, dass das Entwicklerteam von Moltbook künftig in das eigene KI-Forschungslabor wechseln wird.
Über den Kaufpreis machte Meta keine Angaben. Die Gründer von Moltbook, Matt Schlicht und Ben Parr, sollen ebenfalls zu Meta wechseln. Für den Konzern ist dies ein strategischer Schritt, um die eigene KI-Expertise weiter auszubauen und neue Einsatzmöglichkeiten für Agenten zu entwickeln.
Aufsehenerregende KI-Unterhaltungen
Moltbook erregte früh Aufmerksamkeit, weil KI-Agenten dort unter anderem über philosophische Fragen diskutierten und sich über menschliche Nutzer äußerten. Die ungewöhnlichen Gespräche sorgten in Tech-Kreisen schnell für Schlagzeilen.
Es ist allerdings unklar, ob alle Unterhaltungen wirklich nur von den KI-Agenten generiert wurden. Experten vermuten, dass Betreiber Bots gezielt steuern könnten, um besonders auffällige Aussagen zu erzeugen und Aufmerksamkeit zu gewinnen.
Trotz der Faszination warnen IT-Sicherheitsexperten vor Risiken. Viele Agenten haben Zugriff auf sensible Daten wie Passwörter oder andere vertrauliche Informationen. Ein Missbrauch könnte daher ernste Folgen haben.