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PayPal: Warnung vor Betrug mit echten Mails - wie du dich schützt


Autor: Alexander Milesevic

Deutschland, Freitag, 08. Mai 2026

Betrüger haben es derzeit auf PayPal-Kunden abgesehen. Die Täter nutzen dafür jedoch keine Phishing-Nachrichten, sondern echte Mails des Zahlungsdienstleisters.
Beim Betrug werden Täter immer raffinierter. Jetzt nutzen sie dafür sogar echte Mails des Zahlungsdienstleisters PayPal.


Bei einer neuen Betrugsmasche nutzen Kriminelle echte Systemmails von PayPal aus. Sie lösen selbst eine minimale Zahlung mit einem japanischen Yen (circa 0,55 Cent) aus, sodass PayPal automatisch eine reale Zahlungsbestätigung verschickt. Weil die Nachricht wirklich aus dem System des Bezahldienstes kommt, wirkt sie deutlich glaubwürdiger als klassische Phishing-Mails. Zunächst hatte Computerbild berichtet.

Demnach laufe die Manipulation vor allem über die Betreffzeile. Dort stehen Medienberichten zufolge eine vermeintlich hohe Abbuchung sowie eine Telefonnummer für "Hilfe". Wer dort anrufet, lande nicht beim offiziellen Kundenservice, sondern bei Betrügern, die sich als Support-Mitarbeiter ausgeben.

PayPal-Betrug mit echten Mails - Täter wollen auch Fernzugriff

Die Betrüger versuchten so, an sensible Daten zu kommen oder Fernzugriff auf den Computer zu bekommen.

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Laut PayPal zählen unpersönliche Anreden, verdächtige Links, unbekannte Anhänge, Zeitdruck durch enge Fristen sowie Mail-Adressen, die sich beim Anklicken oder beim Überfahren mit der Maus verändern, zu den Warnzeichen. 

  • Viele Täter würden gefälschte E-Mails versenden, in denen vor einer bevorstehenden Kontosperrung gewarnt werde. In der E-Mail würden Nutzer aufgefordert, auf einen Link zu klicken und ihr Passwort auf einer nachgebauten Internetseite einzugeben. Bei Zweifeln wird geraten, sich bei PayPal anzumelden und unter Konfliktlösungen nachzuschauen, ob es Benachrichtigungen gibt. 
  • Zudem würden Betrüger angeben, PayPal-Nutzer hätten eine Zahlung für eine Bestellung erhalten. Das Ziel der Täter sei demnach, die von Nutzern angebotenen Artikel kostenlos zu erhalten. VVor dem Versenden von Waren sollen sich Verkäufer daher immer zuerst bei PayPal einloggen und in den Aktivitäten prüfen, ob der Betrag tatsächlich gutgeschrieben wurde. Das Zahlungsdienstleister fordert eigenen Angaben zufolge nie dazu auf, Sendungsnummern per Mail mitzuteilen.
  • Bei einem anderen Trick versuchen Betrüger, ihre Opfer zu einer Rücküberweisung zu bewegen. Sie würden angeben, bei einer Bestellung sei "irrtümlicherweise" ein zu hoher Betrag gezahlt worden. Vor einer solchen Rückzahlung sollen sich Nutzer deshalb stets bei PayPal anmelden und in den PayPal-Aktivitäten kontrollieren, ob und in welcher Höhe eine Zahlung wirklich eingegangen ist.
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