iPhones könnten wegen Speicher-Krise 2027 richtig teuer werden
Autor: Julian Drescher
Deutschland, Mittwoch, 13. Mai 2026
Durch den KI-Boom werden wichtige Handy-Komponenten knapp. Apple könnte mit Preiserhöhungen reagieren. Diese Preise drohen in Zukunft.
Das iPhone zählt bekanntermaßen zu den teuersten Smartphones auf dem Markt. Doch was bislang schon ein stolzer Preis war, könnte sich in den kommenden Jahren noch einmal deutlich erhöhen. Denn die globale Speicherkrise trifft Apple mit voller Wucht: Die Kosten für Speicherchips steigen rasant, und das dürfte sich früher oder später auch im Verkaufspreis des iPhones niederschlagen. Auch die Playstation 6 könnte aus diesem Grund richtig teuer werden.
Die Zahlen sind alarmierend: Laut einer Analyse von JPMorgan, die von der Financial Times zitiert wird, könnten die Ausgaben von Apple für Speicherchips bis zum Jahr 2027 um bis zu 400 Prozent steigen. Derzeit machen Speicherkomponenten rund zehn Prozent der gesamten Materialkosten eines iPhones aus - bis 2027 könnte dieser Anteil auf fast 45 Prozent klettern, wie winfuture.de berichtet.
Speicherpreise explodieren: Bis 2027 droht iPhone-Käufern ein Preisschock
Der Haupttreiber dieser Entwicklung ist der KI-Boom. Cloud- und KI-Anbieter kaufen laut mactechnews.de massenhaft Speicherkapazitäten auf, was die Verfügbarkeit von DRAM- und NAND-Chips für andere Abnehmer wie Apple drastisch einschränkt. Die Nachfrage übersteigt das Angebot - und das treibt die Preise in die Höhe.
Eine Entspannung ist vorerst nicht in Sicht. "Die Zeiten der günstigen Smartphones sind vorbei", sagte Nabila Popal, Senior Research Director beim Marktforschungsunternehmen IDC, laut macwelt.de. Selbst wenn sich die Lage frühestens Mitte 2027 verbessere, werde das Preisniveau nicht auf den früheren Stand zurückkehren, so Popal.
Wamsi Mohan, Analyst bei der Bank of America, hält es laut apfeltalk.de für durchaus möglich, dass Apple sich gegen eine Preiserhöhung entscheide. Besonders in hart umkämpften Märkten wie Indien und China, wo Apple gegen lokale Hersteller antritt, könnte ein höherer Verkaufspreis das Wachstum bremsen. Dies sei nicht im Interesse Apples.
Preiserhöhung oder weniger Gewinn - das ist die Frage
Der Analyst Jeff Pu von GF Securities hingegen erwartet, dass Apple beim iPhone 18 Pro und Pro Max eine "aggressive Preisstrategie" verfolgen werde - zumindest bei den Einstiegsmodellen. Die Startpreise sollen demnach stabil bei 1099 beziehungsweise 1199 US-Dollar (rund 1000 Euro) bleiben.
Bei höheren Speichervarianten könnte Apple hingegen die Preise anheben, um Margeneinbußen abzufedern. Das berichtet das auf Apple fokussierte Nachrichtenportal 9to5Mac. Wie Apple langfristig mit den gestiegenen Kosten umgeht, lässt der Konzern noch offen - eine offizielle Stellungnahme zur Preisentwicklung steht aus.