Betrug: KI macht Phishing gefährlicher denn je - so erkennst du es
Autor: Alexander Milesevic
Deutschland, Donnerstag, 30. April 2026
Um an Daten zu kommen, werden die Tricks von Betrügern immer raffinierter. Wer nicht aufpasst, fällt Phishing-Nachrichten schnell zum Opfer. Einige Details können sie jedoch verraten.
Phishing gehört zu den beliebtesten und erfolgreichsten Methoden der Cyberkriminellen, durch die über Links sensible Daten wie Passwörter oder Kreditkartendetails abgegriffen werden. Wer auf Details achtet, kann die falschen Nachrichten oder Mails jedoch leicht erkennen.
Mit KI werde diese Betrugsform noch raffinierter, teilt das Cybersecurity-Unternehmen Surfshark mit. Demnach ahme Künstliche Intelligenz Tonfall, Wortwahl und Stil bekannter Marken nach – samt Logos, Layouts und vertrauten Formulierungen.
KI bei Phishing-Nachrichten - darum ist sie so gefährlich
Auch in Audio und Video werde manipuliert. Deepfakes ermöglichten es, Stimmen zu klonen oder Botschaften zu erzeugen, die kaum als Fälschung zu erkennen seien. "Phishing war nie so glaubwürdig wie heute", warnt Monika Sackute, Country Managerin bei Surfshark. "Künstliche Intelligenz macht es Cyberkriminellen erschreckend leicht, seriöse Kommunikation zu imitieren – vom Sprachstil über Logos bis hin zu Deepfake-Anrufen. Diese neue Qualität der Täuschung erfordert ein neues Maß an Wachsamkeit."
Analysen des Unternehmens würden zeigen, dass viele KI-gestützte Chatbots und Begleit-Apps große Mengen an Daten erfassen – teils auch Inhalte von Gesprächen oder Standortinformationen. Diese Daten könnten mit Dritten geteilt, für personalisierte Werbung genutzt oder für gezielte Phishing-Attacken missbraucht werden. "Gerade wenn persönliche Daten ins Spiel kommen, braucht es klare Regeln, technische Schutzmaßnahmen und vor allem ein stärkeres Bewusstsein der Nutzerinnen und Nutzer für digitale Risiken", erklärt Sackute.
Besonders Apps, die emotionale Nähe oder "Freundschaft" versprechen, könnten sich laut Surfshark als Überwachungstools herausstellen. Nutzer sollten daher regelmäßig App-Berechtigungen prüfen und bewusst entscheiden, welche Informationen sie preisgeben.
So erkennst du Phishing
Im "Digital Quality of Life"-Index (DQL 2024) belegt Deutschland im Bereich E-Security weltweit Platz vier. Das Land profitiere von der Datenschutz-Grundverordnung und investiere in Cybersicherheits-Infrastruktur, so Surfshark. Dennoch bleibe das Sicherheitsgefühl vieler Menschen gering. Viele Bürger würden Deutschland weiterhin für anfällig für Cyberangriffe halten.
Um Phishing-Nachrichten nicht zum Opfer zu fallen, gibt Surfshark folgende Verhaltenstipps: