Amazon Prime Video: Mit diesen 6 Tricks sparst du bares Geld
Autor: Michi Standl
Deutschland, Samstag, 16. Mai 2026
Du nutzt Amazon Prime Video, willst aber nicht mehr bezahlen als die jährlichen Prime-Kosten? Mit ein paar einfachen Maßnahmen kannst du beim Streaming ordentlich Geld sparen.
Als Teil des Amazon-Prime-Pakets zählt Prime Video zu den günstigeren Streamingdiensten. Viele Nutzer dürften allerdings bei der Nutzung mehr bezahlen als nötig. Schuld sind automatische Verlängerungen, versteckte Zusatzkosten oder Funktionen, die kaum jemand kennt. Verbraucherschützer kritisieren, dass Streaming-Dienste Nutzer durch unübersichtliche Menüs oder komplizierte Abo-Strukturen schnell zu zusätzlichen Ausgaben verleiten können. Dabei lassen sich viele Kosten mit wenigen Einstellungen vermeiden. Wenn du deine Mitgliedschaft gezielt steuerst, Kaufoptionen prüfst und versteckte Funktionen nutzt, haben wir zusammengefasst.
1. Zusatz-Abos bei Prime Video sofort wieder kündigen
In Amazon Prime findest du nicht nur Filme und Serien, die der Onlineriese selbst zur Verfügung stellt, sondern auch die sogenannten "Channels". Ob Horror, Familienfilme oder Kinderserien: Die Angebote – in der Regel von Fremdanbietern bereitgestellt – verursachen zusätzliche Kosten. Nicht sehr hohe, aber doch. Ein solches Abo abzuschließen, weil dich ein Video in dem Moment anspricht, ist deshalb besonders heimtückisch.
Die Beträge von monatlich zwischen etwa drei und zehn Euro wirken im ersten Moment harmlos. Wenn du jedoch vergisst, den Channel oder gar mehrere Angebote wieder zu kündigen, bezahlst du über Monate hinweg ohne Nutzung. Kleine Beträge fallen auf der Kreditkartenabrechnung oft gar nicht auf, sie summieren sich aber. Der wichtigste Spar-Trick ist deshalb: direkt nach dem Abschluss kündigen. Der Zugang bleibt trotzdem bis zum Ende der bereits bezahlten Laufzeit bestehen. Du verlierst keine Inhalte, umgehst aber die Gefahr, dass du das Abo schlichtweg vergisst. Ob du Channels abonniert hast, kannst du ganz einfach in Prime Video in den Kontoeinstellungen unter "Mitgliedschaften & Abonnements" - "Prime Video Channels" überprüfen.
Verbraucherschützer warnen schon lange vor automatischen Verlängerungen solcher Abos und vor allem vor komplizierten Kündigungswegen. 2022 reagierte der Gesetzgeber: Laut Verbraucherzentrale müssen Anbieter eine leicht auffindbare Möglichkeit bieten, laufende Verträge online zu beenden.
2. Immer auf "In Prime enthalten" achten
Wie viele Filme und Serien über Prime Video genau abrufbar sind, ist nicht bekannt. Amazon selbst spricht von "Tausenden" deutschsprachigen Inhalten. Doch Vorsicht: Nicht alle Videos sind in Amazon Prime enthalten. Manche bietet der Streaming-Dienst als kostenpflichtige Leih- oder Kaufoption an. Besonders neue Kinofilme oder aktuelle Serien kosten oft extra. Diese Angebote sehen auf den ersten Blick fast genauso aus wie kostenlose Titel. Die Hinweise auf zusätzliche Gebühren fallen vergleichsweise unscheinbar aus. Klickst du zu schnell, tappst du in die Kostenfalle, ohne dass du es vielleicht willst.
Wie erkennst du in Prime Video kostenpflichtige Inhalte? Bei solchen Videos fehlt der Hinweis "In Prime enthalten". Stattdessen erscheint ein Preis zum Leihen oder Kaufen direkt am Film oder der Serie, versehen mit einem Button wie "Leihen ab … Euro" oder "Kaufen".
Auch diese unscheinbare Option ist Verbraucherschützern ein Dorn im Auge. Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) kritisiert, dass es für Verbraucher nicht auf den ersten Blick erkennbar sei, welche Leistungen in Prime Video enthalten sind und welche nicht. Kostenpflichtige Kauf- oder Leihangebote würden optisch oft fast identisch präsentiert wie kostenlose Inhalte, so die Verbraucherschützer. Gerade beim schnellen Durchklicken könne dadurch leicht der Eindruck entstehen, ein Film sei im Abo enthalten, obwohl später Gebühren berechnet werden.