KfW-Energiewendebarometer 2026: Handlungsbereitschaft nimmt deutlich zu
Autor: Klaus Heimann
, Mittwoch, 16. Sept. 2026
Immer mehr Haushalte in Deutschland setzen auf grüne Technologien wie Wärmepumpen, Photovoltaik und Elektroautos. Das aktuelle KfW-Energiewende-Barometer zeigt, dass die Bereitschaft zur Energiewende weiter wächst und nachhaltige Energieformen wichtiger werden.
Die Energiewende erhält wieder stärkeren Rückenwind: Vor allem die Bereitschaft der Menschen, selbst aktiv zu sein, ist deutlich gestiegen – von 59 Prozent im Vorjahr auf nunmehr 66 Prozent 2026. Das sind die zentralen Ergebnisse des KfW-Energiewende-Barometers 2026.
Auch der Technologiehochlauf kommt voran: Rund 14 Mio. Haushalte bzw. 34 Prozent nutzen inzwischen mindestens eine Energiewende-Technologie. 84 Prozent der Privathaushalte halten sie für "wichtig" oder "sehr wichtig" – ein leichter Anstieg gegenüber dem Vorjahr (83 Prozent). Damit ist die Energiewende weiterhin ein "politisches Schwergewicht", an dem so schnell niemand vorbeikommt.
Nimmt die Handlungsbereitschaft zur Energiewende der Menschen zu?
Vor allem aber ist die eigene Verantwortung und Handlungsbereitschaft wieder zurückgekehrt: Damit sind innerhalb eines Jahres 1,1 Mio. Haushalte 2026 neu hinzugekommen, die konkret auf "grüne Technologien" setzen.
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Besonders dynamisch entwickeln sich PV-Anlagen und Elektroautos. Inzwischen haben 53 Prozent der Haushalte Zugang zu grünem Strom – im Vorjahr waren es noch 47 Prozent.
2025 war der Anstieg zum Vorjahr mit rund 800.000 Haushalten geringer ausgefallen – der Hochlauf hat also Fahrt aufgenommen. Binnen eines Jahres planen weitere 5 Prozent der Haushalte die erstmalige Anschaffung einer der Energiewende-Technologien. Da stehen inzwischen einige zur Auswahl: Wärmepumpen, PV-Anlagen, Solarthermieanlagen, Batteriespeicher, Holzpelletheizungen und Elektroautos.
Was ist das Energiewende-Barometer?
Das KfW-Energiewende-Barometer ist eine seit 2018 jährlich erscheinende Studie auf Basis einer haushaltsrepräsentativen Zufallsstichprobe von 4.000 bis 6.000 in Deutschland ansässigen privaten Haushalten. Der Vorteil des Barometers ist, dass es mehrere und unterschiedliche Bereiche (Verkehr, Wärmeerzeugung, Strom) in den Blick nimmt.
Im Zentrum der Befragung steht jedoch die Akzeptanz, also der aktuelle und künftige Einsatz energiewenderelevanter Technologien in den Haushalten. Ergänzende Fragen zur Motivation ermöglichen Rückschlüsse auf die wesentlichen Treiber und Hemmnisse der Aktivitäten der Haushalte.